Stiftung Warentest Meldungen

Der RSS Infoticker informiert über aktuelle Tests und Meldungen der Stiftung Warentest.
  1. „Ich hab den Wagen doch nur kurz abge­stellt, und schon ist er abge­schleppt. Ist das über­haupt erlaubt?“ Um das Recht zum Abschleppen von Falsch­parkern ranken sich zahlreiche Legenden. Wir sagen, was recht­mäßig ist und was nicht.

  2. Deko-Feuer­stellen und Kamine ohne Schorn­stein werden in zahlreichen Varianten angeboten. test.de warnt seit Jahren vor den Risiken. Einfach aufbauen und loslegen – das versprachen die Hersteller. Doch immer wieder passieren Unfälle mit schwersten Brand­verletzungen. Wer dennoch nicht auf einen Ethanol-Kamin verzichten will, sollte vor dem Kauf die Gebrauchs­anleitung lesen und auf unsere Tipps zum Betrieb achten.

  3. Nicht nur Mobil­funk­kunden, auch Kunden mit Fest­netz­anschluss werden von unseriösen Dritt­anbietern abge­zockt. Über Telefon­rechnungen buchen sie Geld für nicht bestellte und genutzte „Service­dienste“ oder „Abos“ ab. Telefonanbieter machen bei dem Geschäft mit, denn auch sie verdienen daran. Mehr zur Abzocke übers Telefon lesen Sie in unserem Special Handyabofallen.

  4. Viele Kameras für Einsteiger haben voll­automatische Programme für bestimmte Szenerien an Bord – etwa um nächt­liche Stadt­land­schaften verwack­lungs­frei zu fotografieren. Doch die Programme liefern selten optimale Ergeb­nisse: Details wie Blätter von Baumkronen oder sich kräuselnde Wasser­oberflächen verschwimmen oft. Der Grund: Die Auto­matik kaschiert in Farbe und Helligkeit abweichende Pixel (Bild­rauschen), die bei hoher Licht­empfindlich­keit (Iso-Wert) entstehen.

  5. Hundert­tausende von Bank­kunden stecken in Raten­krediten fest. Oft treiben Gebühren und Rest­schuld­versicherungen die Kosten. An denen verdienen die Banken zusätzlich. Doch solche Kredit­verträge sind wackelig. Verbraucher­anwälte stoppen fast jeden kost­spieligen Kredit­vertrag. Hier schildern wir besonders spektakuläre Fälle. Und wir zeigen die Tricks, mit denen die Banken Kredite viel teuerer als erwartet machen.

  6. In Zeiten der Nied­rigzins­phase erheben tatsäch­lich immer mehr Banken Minuszinsen auf die Spar­guthaben der Kunden. Besitzer von Giro­konten, Tages­geld­konten oder Fest­geld­konten müssen hier­zulande aber keine Angst haben: Die Experten von Finanztest empfehlen, freie Geld­beträge auf kostenlose Tages- und Fest­geld­konten zu legen. Dann kann man weiterhin Zinsen kassieren und sein Geld vermehren.

  7. „Aufgrund tech­nischer Einschränkungen wird Netflix ab dem 1. Dezember 2019 auf diesem Gerät nicht mehr verfügbar sein.“ Wer diese Meldung auf seinem Smart-TV sieht, muss handeln. Die Stiftung Warentest sagt, was zu tun ist.

  8. Wenn ein Schlüssel­dienst absurd hohe Preise für eine Türöffnung kassiert, können sich die betroffenen Wohnungs­besitzer wehren. Es gibt bereits einige Urteile, die Schlüssel­dienste zur teil­weisen Rück­zahlung verurteilt haben, wenn sie Verbrauchern Wucher­preise in Rechnung gestellt haben. Neueste Masche: Notdienste stehen mit der Orts­vorwahl im Telefon­buch, kommen tatsäch­lich aber von weit her. Müssen Verbraucher für die hohen Anfahrts­kosten zahlen?

  9. Beyerdynamic ruft In-Ohr-Bluetooth-Kopf­hörer Blue Byrd zurück. Sie könnten beim Laden über­hitzen. test.de erklärt, was vom Rück­ruf betroffene Besitzer dieses Kopf­hörers tun müssen.

  10. Die Lebens­mittel­hersteller Willms und Eckhoff haben Fleisch- und Wurst­waren zurück­gerufen. Bei einer Routine­kontrolle wurden Salmonellen in einer Probe von Schweine­fleisch­knackern der Willms Weiß­wasser GmbH gefunden. In einzelne Chargen von Fleisch- und Wurst­produkten der Firma Eckhoff aus Nieder­sachsen wurden Listerien gefunden.

  11. Geld weg, Pass weg, Bein gebrochen: Geht bei Auslands­reisen etwas schief, sind Botschaft oder Konsulat die erste Anlauf­stelle. Doch nicht immer können sie helfen. test.de beant­wortet die wichtigsten Fragen.

  12. Unfälle gehören zu den größten Gesund­heits­risiken für Klein­kinder. Beginnen Babys zu robben und sich hoch­zuziehen, werden Treppen und Stufen gefähr­lich. Unser slowe­nisches Part­nermagazin ZPStest hat elf Treppen­schutz­gitter für kleine Krabbler geprüft. Die beiden besten Treppengitter im Test unserer slowe­nischen Part­ner­organisation sind auch in Deutsch­land zu haben.

  13. Im Straßenverkehr haften Auto­halter grund­sätzlich unabhängig vom Verschulden, wenn beim Betrieb ihres Fahr­zeugs ein Schaden entsteht. Bei einem Unfall in der Wasch­straße gilt das nicht. Das hat das Ober­landes­gericht Koblenz entschieden (Az. 12 U 57/19). Geklagt hatte ein Auto­besitzer, dessen Wagen in der Wasch­straße einen 4 500 Euro teuren Schaden erlitten hatte. Der Wagen vor ihm war aus dem Förderband gerutscht und blieb stehen. Um den Zusammen­stoß zu vermeiden, bremste der Fahrer des nach­folgenden Wagens. Das Trocken­gebläse drückte darauf­hin auf das Heck seines Wagens und beschädigte es. Der Eigner des aus dem Förderband gerutschten Wagens haftet nach dem Urteil der Koblenzer Richter nicht. Sein Auto war in der Wasch­anlage nicht im Sinne des Straßenverkehrs­gesetzes im Betrieb, heißt es in der Urteils­begründung. Wenn eine Fehl­funk­tion der Wasch­anlage vorlag, haftet allerdings ihr Betreiber.

  14. Wenn der Herbst alle Blätter von den Obst­bäumen gefegt hat, sind „Frucht­mumien“ an den Ästen gut zu erkennen: einge­trock­nete, faulige Früchte. Verantwort­lich für diese Mumien ist die Monilia-Frucht­fäule, ein Pilzer­reger. Von der Monilia kann Kern- und Stein­obst befallen sein, Äpfel und Birnen etwa, Kirschen und Pfirsiche. An befallenem Obst breiten sich braune, faulige Flecken und später schimmel­ähnliche weiße Sporen­polster aus.

  15. Schnell einen Hand­werker finden? Im Internet gibt es jede Menge Notdienste – und jede Menge Abzocke. 518 Euro für eine Steck­dose? 800 Euro wegen eines Wespennests? 800 Euro für den Anschluss eines Herds? Über irre Preise schimpfen Kunden des Regens­burger Portals DHE. Deren „Hand­werker-Engel“ versprechen kompetente Hilfe und lange Erfahrung in fast jeder Branche. Ganz anders hört sich die Elektroinnung Regens­burg an: „Dreiste Abzocke“, meint Obermeister Gerhard Gröschl über DHE. Er warnt vor Stümper­arbeit. Das schreiben auch Nutzer in Bewertungs­foren: „400 Euro für 10 Minuten Arbeit.“ „300 Euro, nur für die Anfahrt, und nichts gemacht.“ „Drei Stunden Einsatz, 15 Ziga­retten­pausen.“ „Erfolg­lose Bastelei.“ Die Verbraucherzentrale Baden-Württem­berg (VZ) gewann vorm Land­gericht Regens­burg: „Kunden, die nach langem Warten stornierten, sollten die Anfahrt bezahlen, obwohl niemand gekommen war“, berichtet VZ-Jurist Klaus Frank (Az. 2 HKO 77/19).

  16. Blitzerfotos bleiben in Nieder­sachsen auch verwert­bar, wenn die Daten zur Geschwindig­keits­messung nicht gespeichert werden. Das hat der Senat für Bußgeldsachen des Ober­landes­gerichts Oldenburg entschieden. Damit wider­spricht das Gericht einem Urteil aus dem Saar­land. Dort hatte der Verfassungs­gerichts­hof im Juli 2019 beschlossen, dass Blitzerfotos ohne gespeicherte Mess­daten nicht für eine Verurteilung ausreichen. Begründung: Ohne diese Daten könnten Auto­fahrer nicht die Grund­lage der Verurteilung prüfen. Das verletze ihr Recht auf eine effektive Verteidigung und ein faires Verfahren. Vieler­orts wurden Blitzer deswegen sogar schon außer Betrieb genommen. In Nieder­sachsen sieht man das anders. Dadurch, dass die Blitzgeräte von der Physika­lisch-Tech­nischen-Bundes­anstalt zugelassen und geeicht sind, sei die Richtig­keit der Mess­werte bestätigt. Die Blitzer­messungen bleiben daher auch ohne Daten­speicherung für eine Verurteilung ausreichend (Az. 2 Ss (Owi) 233/19).

  17. Flug online gebucht, „Herr“ statt „Frau“ geklickt oder für den besten Kumpel „Max“ statt „Maximilian“ in das Formular getippt – das kann teuer werden. Viele Air­lines sind zwar kulant und ermöglichen Korrekturen kostenlos. Doch teils gelten Fristen, wie unsere Recherche bei zehn großen Fluggesell­schaften in Europa zeigt. Ryanair zum Beispiel verlangt ab 48 Stunden nach der Buchung bis zu 160 Euro. Fehler sollten daher flott korrigiert werden. Auch bei anderen Air­lines werden teils 10 bis 120 Euro fällig. Einige Flug­linien ermöglichen auch das Umschreiben auf eine andere Person – das kostet allerdings bis zu 120 Euro. Bei spontanen Plan­änderungen kann solch ein Aufpreis aber immer noch güns­tiger sein, als neu zu buchen.

  18. Weil er wegen der großen Entfernung bereits am Vortag seines Arbeitsantritts zum Einführungs­lehr­gang anreisen musste, ist ein für zwei Jahre befristet einge­stellter Mitarbeiter des Bundes­amts für Migration und Flücht­linge nun unbe­fristet angestellt. Das hat das Landes­arbeits­gericht Düssel­dorf entschieden (Az. 3 Sa 1126/18). Notwendige Dienst­reisen gehören zur Arbeits­zeit. Die Beschäftigung begann also einen Tag früher als im Arbeits­vertrag ausgewiesen. Recht­liche Folge: Die Befristung über­schritt die ohne besondere Begründung maximal zulässigen zwei Jahre und ist unwirk­sam.

  19. So ärgerlich der Sach­verhalt, so humorvoll der Hinweis: “Meine Katzen baten mich, darauf aufmerk­sam zu machen, dass ihr Futter plötzlich statt 100 nur noch 85 Gramm wiegt“, informiert uns Ehler Plagge aus Marklohe. Wir baten Nestlé um eine Stellung­nahme.

  20. Rotwein, Parmesan, Salami, Räucher­fisch – einige Menschen bekommen nach dem Essen rote Flecken im Gesicht, die Haut juckt, der Darm rumort. Das könnte an einer Histamin-Unver­träglich­keit liegen. Aber die Diagnose ist schwierig und Labor­unter­suchungen sind teuer. test.de erklärt, welche Lebens­mittel viel Histamin enthalten, wie eine Histamin-Unver­träglich­keit entsteht – und was Betroffene tun können.

  21. Eine Medizin­studentin, die ihre Regel­studien­zeit im Dezember 2015 über­schritten hatte, wollte ihre Bafög-Leistungen verlängern lassen. Ihr Argument: Sie habe für ihr Studium mehr Zeit gebraucht, weil sie starken psychischen Belastungen ausgesetzt war. Ihr Bruder erlitt 2011 einen Krampf­anfall und musste ins Kranken­haus, ihre Mutter erkrankte 2012 an Krebs. Das Verwaltungs­gericht des Saar­landes wies den Antrag ab, das saarlän­dische Ober­verwaltungs­gericht (Az. 2 A 11/18) lehnte auch den Antrag der Studentin auf Berufung ab. Die Erkrankung naher Angehöriger sei kein schwerwiegender Grund für die Verzögerung ihrer Ausbildung. Schwerwiegende Gründe machten den Fortgang des Studiums entweder subjektiv oder objektiv unmöglich. Schick­salhafte Ereig­nisse in der Familie hingegen seien von vielen Menschen zu verarbeiten. Abge­sehen von der geltend gemachten nerv­lichen Belastung habe die Studentin auch nicht bei der Betreuung oder Pflege der Verwandten einspringen müssen.

  22. Bekommen Frauen in den Wechsel­jahren Probleme wie trockene Scheide, verordnen Gynäkologen oft Vaginal­cremes mit hoch­dosiertem Estradiol (siehe auch unsere Meldung Trockene Scheide: Helfen Hormonpräparate besser als Feuchtigkeitsgele?). Meist­ver­ordnetes Präparat hier­zulande ist Linoladiol N. Jetzt bekräftigt die Europäische Arznei­mittel­behörde Ema ihre Empfehlung, die Cremes maximal vier Wochen zu nutzen. Sonst seien Neben­wirkungen möglich wie bei Hormon­tabletten, darunter Thrombosen.

  23. Auch eine unver­heiratete Beamtin hat ein Anrecht auf Beihilfe zu einer künst­lichen Befruchtung. Eine Verwaltungs­vorschrift, die das nur für Verheiratete vorsieht, sei unwirk­sam, urteilte der Hessische Verwaltungs­gerichts­hof (1 A 731/17). Der Anspruch stehe auch Landes­bediens­teten zu, die in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebten. Zudem sei eine organisch bedingte Unfrucht­barkeit eine Krankheit im Sinnes des Beihilfe­rechts. Die Klägerin hatte damit Erfolg mit ihrer Berufung und setzte sich gegen das Regierungs­präsidium Kassel durch, das ihren Antrag zunächst abge­lehnt hatte.

  24. Form­aldehyd in Nagelhärtern, das Lösungs­mittel Dichlor­methan in Haar­spray, Fett bindendes Borat in Trockens­hampoo – diese und mehr als 200 weitere Inhalts­stoffe für Kosmetika hat die Europäische Kommis­sion 2019 verboten. Sie standen seit Jahren in der Kritik, weil sie entweder als nach­weislich oder zumindest möglicher­weise erbgutver­ändernd, krebs­er­regend oder fort­pflan­zungs­gefähr­dend einge­stuft sind. Die Kommis­sion geht davon aus, dass Hersteller all diese Stoffe durch bessere Alternativen ersetzen können. Die Europäische Kosmetik­ver­ordnung listet somit nun gut 1 600 verbotene Stoffe auf.

  25. Ein weiter Anfahrtsweg, Gebrech­lich­keit, langes Warten beim Arzt oder die Sorge, sich im Warte­zimmer mit Krank­heits­erregern anzu­stecken – oft gibt es gute Gründe, den Arzt­besuch vor Ort durch eine Video­sprech­stunde zu ersetzen, gerade bei kleinen Leiden und Kontroll­unter­suchungen. Seit Anfang Oktober vereinfachen neue Rege­lungen das bisherige Angebot. Jetzt dürfen Ärzte fast aller Fach­gruppen digitale Sprech­stunden durch­führen und abrechnen. Arzt und Patient müssen sich nun vorher nicht mehr persönlich kennen, schon der erste Kontakt kann online erfolgen. Auch können Pflegebedürftige, die zu Hause leben, mit Ärzten und Pfle­gekräften eine digitale Konferenz abhalten. Bislang war das nur für Heimbe­wohner möglich.

  26. Vor Jahr­zehnten waren Schoko-Nikoläuse und Weihnachts­kekse rar und kost­bar, heute gibt es sie im Über­fluss. Wir schaffen es oft nicht, alles in der kurzen Saison zu essen. Hier haben wir ein paar Tipps zusammen­gestellt, wie Sie leckere Plätz­chen, Stollen und Co frisch halten und Reste sinn­voll verwerten – damit Sie möglichst wenig wegwerfen müssen.

  27. Hunde nützen der Gesundheit von Frauchen und Herr­chen – auch nach einem Herz­infarkt oder Schlag­anfall. Das legt eine Studie von Wissenschaft­lern der Universität im schwe­dischen Uppsala nahe. Sie stützt sich auf Daten von mehr als 335 000 Menschen, die zwischen 2001 und 2012 einen Herz­infarkt oder Schlag­anfall erlitten hatten. Die Forscher berück­sichtigten zusätzliche Faktoren wie Alter, Familien­stand und vor allem die Frage: Hund im Haus? Fazit: Die Hunde­besitzer hatten während des Unter­suchungs­zeitraums ein deutlich vermindertes Sterberisiko. Am meisten sank es bei Allein­stehenden: um etwa 30 Prozent. Mögliche positive Auswirkungen von Hunden auf die Gesundheit sind schon länger bekannt. Sie hängen wohl damit zusammen, dass die Tiere ihren Haltern psychisch guttun, sie zudem vor die Tür und so unter Menschen locken und körperlich auf Trab halten. All das ist Medizin für Herz und Kreis­lauf.

  28. Nüsse sind gesund. Das gilt auch für Mandeln und Erdnüsse, die bota­nisch keine Nüsse sind. Jede Art hat Vorteile: Haselnüsse und Mandeln sind reich an Vitamin E, Erdnüsse an B-Vitaminen. Alle enthalten hohe Anteile ungesättigter Fett­säuren – gut für Herz und Kreis­lauf. Besonders wert­voll: Alpha-Linolensäure, mit der Walnüsse punkten. Die pflanzliche Omega-3-Fett­säure hilft, schlechtes Cholesterin zu senken, Entzündungen zu hemmen, Hirn­leistung und Sehkraft zu stärken.

  29. Auch für Lehrer an Privatschulen haftet nur der Staat. Eine heute 20-Jährige bekommt deshalb zunächst kein Schmerzens­geld. Sie hatte sich bei einem Unfall beim Schul­sport an einer Privatschule vor sechs Jahren den rechten Ellenbogen kompliziert gebrochen, während die Lehrerin die Turnhalle verlassen hatte. Der Arm der Schülerin blieb steif. Behand­lung und Rehabilitation zahlte die gesetzliche Unfall­versicherung. Zusätzlich forderten die Anwälte der Ex-Schülerin von Schul­träger und Lehrerin ein Schmerzens­geld von 20 000 Euro. Beide haften nicht, urteilte jetzt das Ober­landes­gericht Koblenz (Az. 1 U 1334/18). Auch Privatschul­lehrer seien Beamte im Sinne des Grund­gesetzes. Es haftet deshalb allein das für die Schule verantwort­liche Land Rhein­land-Pfalz.

  30. „Die Plastikverpackung mit Papier­umschlag suggeriert einen deutlich größeren Inhalt, als tatsäch­lich vorhanden ist“, moniert test-Leserin Joleen Meiners aus Freiburg.

  31. Hat ein Hartz-IV-Bezieher einen weiten Weg zur Arbeit, ist es zumut­bar, dass er zehn Kilo­meter mit dem Rad fährt, wenn es keine öffent­lichen Verkehrs­mittel gibt. Ein 18-jähriger Auszubildender mit 628 Euro Netto­lohn beantragte ein Darlehen, um für 4 500 Euro ein Auto zu kaufen. Er arbeitete im Schicht­dienst bis 20 Uhr, mitunter auch bis 22 Uhr. Der letzte Bus fuhr aber schon um 19 Uhr. Das Landes­sozialge­richt Nieder­sachsen-Bremen lehnte den Antrag ab. Einem erwachsenen, gesunden Leistungs­empfänger sei es zumut­bar, zweimal täglich eine Strecke von sogar bis zu zehn Kilo­metern per Rad zurück­zulegen. Im konkreten Fall waren es bis zum nächsten Bahnhof mit Nahverkehrs­zügen im Stundentakt lediglich 5,5 Kilo­meter Strecke ohne nennens­werte Steigungen oder Gefahren. Das könne auch in den Herbst- und Wintermonaten nach 20 Uhr verlangt werden (Az. L 15 AS 200/19 B ER).

  32. Heißer Tee auch nach Stunden, ganz ohne Auslauf-Katastrophen und Kratzer schon nach kurzer Nutzung – eine gute Thermos­kanne sollte das hinkriegen. Unsere tsche­chische Part­nerzeit­schrift dtest hat einen Test von 18 Thermos­kannen veröffent­licht. Einige der besten Kannen sind auch in Deutsch­land erhältlich.

  33. Mithilfe sogenannter Wall­boxen können Besitzer von Elektro­autos ihre Fahr­zeuge zu Hause aufladen – und zwar in vertret­barer Zeit. Der ADAC hat im vergangen Jahr 18 dieser Heim-Ladegeräte geprüft, die zwischen 300 und 1 900 Euro kosten. Nun hat der ADAC auch vier mobile Charger getestet. Die Stiftung Warentest fasst die Test­ergeb­nisse zusammen.

  34. Trade Republic ist laut eigener Aussage „Deutsch­lands erster mobiler und provisions­freier Broker“. Finanztest hat das Angebot des jungen Online­unter­nehmens unter die Lupe genommen. Für kostenbewusste Trader ist es reizvoll. Seit kurzem sind sogar ETF-Sparpläne ohne Kauf­kosten im Angebot. Aber eignet sich ein Smartphonebroker für lang­fristig orientierte Anleger?

  35. Zwei Leser sollten mehr als 6 000 Euro zahlen. Sie hatten ihr Smartphone während der Über­fahrt auf einer Fähre benutzt – aber keine Information erhalten, dass sich ihr Smartphone in ein anderes Netz einge­wählt hatte. test.de schildert den Fall und erklärt, wie Hand­ynutzer solche unlieb­samen Über­raschungen vermeiden können.

  36. Der Kameraanbieter Canon hat angekündigt, seinen Foto-Cloud-Dienst Irista zu schließen. Nutzer sollten ihre dort gespeicherten Fotos bis zum 31. Januar 2020 lokal sichern. Ansonsten droht Daten­verlust. Das Vorgehen von Canon ist kein Einzel­fall. Was Nutzer tun können, wenn Cloud-Dienste schließen.

  37. Ein Straßenwärter, der als Erst­helfer bei Unfällen auf der Auto­bahn tätig war, hat keinen Anspruch auf Leistungen seiner Berufs­genossenschaft, wenn er an einer post­traumatischen Belastungs­störung erkrankt und nicht mehr arbeiten kann. Der Mann hatte 30 Jahre lang Unfall­stellen mit Verletzten und Toten gesichert, bis Rettungs­kräfte und Polizei ihre Arbeit beendeten. Er führte seine Depression auf die berufliche Belastung zurück. Als die Höchst­zahl an Therapie­stunden bei seiner Krankenkasse erreicht war, wollte er, dass die Berufs­genossenschaft für die Fortsetzung der Therapie aufkommt. Das Gericht wertete seine Erkrankung jedoch nicht wie eine Berufs­krankheit. Es gebe nicht genügend wissenschaftliche Erkennt­nisse, dass das wieder­holte Erleben traumatischer Ereig­nisse anderer Menschen eine post­traumatische Belastungs­störung verursachen könne (Hessisches Landes­sozialge­richt, Az. L 3 U 145/14).

  38. Mit dem Fiets durch Amsterdam, das spart Zeit und schont das Klima. Doch auf dem Weg zur Universität hat der deutsche Student Lucas L. einen Unfall. Er wird medizi­nisch behandelt und fragt sich: Wer kommt nun für die Kosten auf: die gesetzliche Kranken­versicherung, die Auslands­kranken­versicherung oder die gesetzliche Unfall­versicherung?

  39. Zum Ende des Jahres laufen einige Fristen ab. Steuerzahler sollten diese beachten, damit sie nichts verschenken. Es geht um die Steuererklärung selbst, die Arbeitnehmer­spar­zulage, um Riester-Zulage, Wohnungs­bauprämie, Kinder­geld und die Verlust­bescheinigung.

  40. Ein Paar muss die Heim­kosten für ein Kind aus dem Ausland zahlen, das es adoptieren wollte, wozu es dann aber nicht kam. Das hat das Ober­landes­gericht (OLG) Köln entschieden (Az. 7 U 151/18). Die beiden hatten sich beim Landes­jugend­amt um eine Auslands­adoption beworben. Das schlug ein Kind aus Thai­land vor. Das Paar flog hin, lernte das Kind kennen, über­nahm zunächst eine Pflegschaft und brachte es mit. Wegen psychischer Störungen des Kindes sahen sie sich später über­fordert. Das Jugend­amt brachte das Kind in einem Heim unter. Das Paar sollte dafür zahlen und zog vor Gericht. Das Landes­jugend­amt habe pflicht­widrig ein psychisch gestörtes Kind vorgeschlagen. Das OLG urteilte, eine Amts­pflicht­verletzung sei nicht ersicht­lich. Das Paar hätte die Probleme erkennen können.

  41. Der Witwer und die Kinder einer Reiterin, die nach einem Pferdetritt gestorben war, erhalten Schmerzens­geld und Schaden­ersatz von einer anderen Reiterin. Das hat das Ober­landes­gericht Hamm entschieden (Az. 9 U 77/17). Das Pferd der anderen Reiterin hatte ausgeschlagen und die Frau am Kopf getroffen.

  42. „Sind Sie mit Ihrem Vertrag und mit unserem Service zufrieden?“ Anrufe mit solchen Fragen sind nur zulässig, wenn Kunden vorher ausdrück­lich einge­willigt haben. Das hat ein Gericht nun klar­gestellt.

  43. Kommt es wegen eines Streiks am Flughafen zu Flugannullierungen oder Verspätungen, ergeben sich die Rechte der betroffenen Passagiere insbesondere aus der europäische Flug­gast­rechte­ver­ordnung (EG) Nummer 261/2004. Eine finanzielle Entschädigung für streikbe­dingte Warte­zeiten am Flughafen bekommen Betroffene zwar in der Regel nicht. Wer nicht fliegen kann, weil sein Flug streikbe­dingt ausfällt, hat aber Anspruch auf eine Ersatz­beför­derung oder Erstattung seiner Ticket­kosten.

  44. Strom­kunden müssen sich im kommenden Jahr auf Mehr­kosten einstellen, obwohl die Preise an der Leipziger Strombörse leicht gesunken sind. Denn die Netz­entgelte und die Umlage nach dem Erneuer­bare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) steigen – zwei große Preis­bestand­teile. Kunden haben ein Sonderkündigungs­recht.

  45. Gleich zwei Unternehmen, die deutsch­land­weit Milch ausliefern, rufen Produkte zurück. Die Bärenmarke Vertriebs­gesell­schaft warnt, dass einzelne Packungen von frischer Milch durch einen Brech-Durch­fall-Erreger verunreinigt sein könnten. Und die Molkerei Weihen­stephan gibt bekannt, dass H-Milch und H-Kakao mit bestimmten Mindest­halt­barkeits­daten vorzeitig verdorben sein könnten.

  46. Sport im Winter heißt nicht nur Skifahren. Joggen und Walken gehören genauso dazu – auch Radeln und Ball­spiele, solange es draußen nicht gefähr­lich glatt ist. Wer sich draußen bei nied­rigen Temperaturen bewegt, kann sein Immun­system und die Venen stärken. Auch die Laune steigt.

  47. Die Stiftung Warentest prüft gerade Schnell­kochtöpfe. Dabei fiel den Testern ein gravierendes Sicher­heits­problem auf: Der preisgüns­tige Schnell­kochtopf des deutschen Anbieters GSW lässt sich bereits öffnen, wenn er noch unter Druck steht. Verletzungen können die Folge sein. Mit dem Testbefund konfrontiert, zeigt der Anbieter bislang jedoch wenig Einsicht.

  48. Smartphone-Riese Samsung hat Probleme beim Finger­abdruck­scanner seiner Spitzen-Smartphones Samsung Galaxy S10 5G, S10 und S10+ sowie Note 10 und 10+ einge­standen. Bestimmte Display-Schutz­hüllen können nach Samsung-Angaben auf diesen Geräten vom Scanner als Finger­abdruck gewertet werden, der das Smartphone entsperrt. Ein Update soll nun die Lücken schließen.

  49. Riester-Anbieter haben jahre­lang doppelte Kosten erhoben, wenn Sparer Beiträge für ihre Verträge angepasst haben. Das Finanz­ministerium und die Finanz­aufsicht haben diese Praxis verboten. Kunden können zu viel gezahlte Provisionen zurück­fordern und eine Über­prüfung ihres Vertrags fordern. Die Verbraucherzentrale Hamburg stellt einen Musterbrief zur Verfügung.

  50. Die Kredit- und Leasing­verträge mancher Auto­banken sind fehler­haft. Folge: Käufer, die ihren Wagen nach dem 10. Juni 2010 mit einem vom Händler vermittelten fehler­haften Kredit- oder Leasing­vertrag finanziert haben, dürfen letzteren zeitlich unbe­schränkt widerrufen. Sie können dann den Wagen zurück­geben und erhalten Anzahlung und Raten zurück. Neu: Der Bundes­gerichts­hof hält viele von Instanzge­richten bean­standete Verträge für korrekt. Es sind viel weniger Verträge auf Dauer widerruf­bar als bisher vermutet.

  51. Die TaM Betriebs­gesell­schaft mbH hat Ende Oktober einen Antrag auf Eröff­nung des Insolvenz­verfahrens gestellt. Sie betrieb das Tehater am Marientor in Duisburg. Finanztest hatte bereits Anfang 2017 bezweifelt, dass es sich dabei um ein „gewinn­bringendes Flaggschiff“ für Anleger der Liechten­steiner Autark Invest AG handelt. Wie berichtet, hatte die Autark Invest AG dies immer wieder gegen­über den rund 3 600 Anlegern behauptet. Chef der inzwischen liquidierten Autark Invest AG war der wegen dubioser Finanz­geschäfte vorbestrafte Stefan Kühn.

  52. Frikadellen­produkte bei Rewe und Norma könnten mit Listerien belastet sein. Die Keime sind besonders für Schwangere, immun­geschwächte und ältere Menschen gefähr­lich. Der Hersteller hat mehrere Chargen von Frikadellenbäll­chen der Handels­marken Ja und Gut Bartenhof zurück­gerufen.

  53. Das Bundes­arbeits­gericht hat entschieden, dass Arbeit­geber nicht ihre Pflicht zur Entgelt­fortzahlung an Feier­tagen umgehen dürfen. Gegen­teilige Klauseln im Arbeits­vertrag sind unwirk­sam. Unser Musterbrief hilft Betroffenen ihre Rechte durch­zusetzen und Ansprüche auch rück­wirkend geltend zu machen.

  54. Nach dem Krank­heits­ausbruch durch Listerien, der mit der Firma Wilke Wald­ecker Fleisch- und Wurst­waren in Verbindung gebracht wird, sind jetzt auch 1,6 Tonnen Grill­fleisch in Hessen sicher­gestellt worden. Laut dem Verbraucher­schutz­ministerium Hessen sei nicht ausgeschlossen, dass dieses Fleisch aus dem Betrieb Wilke stammt. Eine Vernichtung der Ware sei angekündigt. Anfang Oktober 2019 war der Wurst­betrieb Wilke geschlossen worden.

  55. Handy am Steuer – für jene, die erwischt werden, ist das schon seit 2017 ein teurer Spaß. Hier erfahren Sie, was es kostet, wenn man mit dem Telefon erwischt wird. Zudem finden sie hier laufend aktualisiert Urteile zum Thema „Handy am Steuer“. Denn immer wieder gibt es Streit um die Handy-Regeln. Ist zum Beispiel das Aufheben eines herunter­gefallenen Telefons schon eine verbotene Nutzung?

  56. Wasser­flaschen, Wasch­mittel, Haus­halts­reiniger: Verstärkt kommen Verpackungen aus Altplastik auf den Markt. Behälter aus Rezyklat gibt es nun auch für Shampoo oder Duschgel. Mehrere Unternehmen und das duale System „Grüner Punkt“ haben jetzt die „Recyclat-Initiative“ gegründet, Drogerieketten und andere das „Rezyklat-Forum“. Verpackungen aus Rezyklat herzu­stellen hat aber Tücken.

  57. Haus­aufgaben sind lästig aber oft nötig, damit Schüler den Schul­stoff vertiefen und einüben können. Doch im Alltag fragen sich Eltern und Kindern oft: Welcher Umfang ist angemessen? Und: Darf der Lehrer die Aufgaben benoten? Einiges ist per Gesetz oder Verordnung auf Landes­ebene geregelt. test.de fragte bei dem auf Schulrecht spezialisierten Rechts­anwalt Rolf Tarneden aus Hannover nach.

  58. Die Drogeriemarkt­kette dm ruft Bio Babybrei-Gläschen mit Hühner­fleisch zurück. Sie könnten mit kleinen, blauen Folien­teilchen verunreinigt sein. Betroffen sind nur Produkte mit dem Mindest­halt­barkeits­datum 21. Januar 2021.

  59. Ein Licht­bogen­kurz­schluss kann in Wäschetrock­nern dazu führen, dass die Geräte in Brand geraten. Laut Institut für Schaden­verhütung und Schaden­forschung (IFS) traten solche Brände zuletzt gehäuft bei Geräten der Marken Bauknecht, Whirlpool, Siemens und Bosch auf, die zwischen 1997 und 2003 gefertigt wurden. Es könnten aber auch andere Zeiträume und Marken betroffen sein. Das IFS rät, im Aufstell­raum Rauchmelder zu installieren und Trockner nicht voll­kommen unbe­aufsichtigt, etwa in Abwesenheit, zu betreiben.

  60. Ist der Fahr­karten­automat am Bahnhof kaputt, können Reisende nicht einfach in den nächsten Zug steigen, so die Deutsche Bahn. Das ist nur erlaubt, wenn es keine Verkaufs­möglich­keit am Bahnhof gibt. Ist der kaputte Auto­mat der einzige, bittet die Bahn, den Auto­maten zu fotografieren und die Auto­maten­nummer der Bahnhotline zu melden: 0 800/2 88 66 44. Ein Ausweg ist der Kauf des elektronischen Tickets per Bahn-App. Das geht aber womöglich nicht mehr unmittel­bar vor Antritt der Fahrt. In dem Fall rät die Bahn, sich bei Fahrt­beginn an den Zugbegleiter zu wenden.

  61. Gesundes, nach dem individuellen Bedarf zubereitetes Essen im Kranken­haus hilft Patienten, schneller gesund zu werden – und kann sogar schwere Komplikationen bis hin zum Tod verhindern. Das belegt eine Studie aus der Schweiz, die im renommierten Fachmagazin Lancet erschienen ist.

  62. Wer Frisch­korn­brei aus geschroteten Getreidekörnern liebt oder oft Soja, Erbsen und Kidneybohnen isst, sollte darauf achten, genug Zink zu sich zu nehmen. Denn Hülsenfrüchte und Voll­korn­getreide enthalten von Natur aus Phytat. Der Stoff hemmt die Zinkauf­nahme. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat jüngst ihre Zufuhr­empfehlung über­arbeitet und sie vom Phytat abhängig gemacht. Erwachsenen, die viel davon essen, rät sie, vermehrt auf Lebens­mittel mit viel Zink zu achten. Phytat baut sich etwa durch Einweichen oder Sauerteiggärung ab.

  63. Fast täglich erreichen die Stiftung Warentest E-Mails wütender oder enttäuschter Kunden von Dienst­leistern wie der Deutschen Post oder Hermes. Zu den Haupt­ärger­nissen gehören verschwundene Einschreiben und Pakete. Eine der Lese­rinnen, die sich an uns wandte, ist die Berlinerin Corinna R. Sie verschickte wert­volle Dokumente – die verschwanden. Doch trotz Zusatz­versicherung wollte die Post nicht zahlen.

  64. Auch wenn nur 1,5 Prozent Rucola in einem Pesto enthalten sind, darf die Mischung „I Pesti con Basilico e Rucola“ heißen. Das entschied das Ober­landes­gericht Frank­furt am Main und wies die Berufung des Klägers zurück (Az. 6 U 133/18). Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundes­verband. Der hielt die Aufmachung des Produkts für irreführend. Die Richter argumentierten, ein Durch­schnitts­verbraucher werde vor dem Kauf das Zutaten­verzeichnis lesen. Außerdem schmecke das Pesto, das 20,7 Prozent Basilikum und 11,8 Prozent Petersilie enthielt, nach Rucola.

  65. Beim Einkauf im Internet steht Amazon meist weit oben in der Beliebtheit – nicht aber bei güns­tigen Preisen. Eine Stich­probe der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen zeigt, dass viele Händler dort höhere Preise verlangen als im eigenen Laden. Häufig bieten sie ihre Waren auf Amazon an und ebenso in ihrem eigenen Onlineshop. Die Verbraucherzentrale verglich fünf Produkte bei 20 Händ­lern, insgesamt 100 Einkäufe. In 98 Fällen waren die Geräte im Amazon-Marketplace teurer als im Onlineshop des Händ­lers. Eine Espresso­maschine gab es im Marketplace zum „absoluten Best­preis“ von 151 Euro. Derselbe Händler bot sie auf seiner eigenen Seite für 124 Euro an. Ein Kaffee­automat kostete bei Amazon 840, beim Händler direkt 673 Euro. Noch besser ist aber der Weg über eine Preissuch­maschine: Dort fand die Verbraucherzentrale den Auto­mat bereits für 613 Euro.

  66. Die Nickel­allergie ist weit verbreitet. Etwa jeder Zehnte reagiert allergisch auf das Metall. Betroffene, die sich ein Tattoo stechen lassen, sollten darauf achten, dass die Tätowiertinte keine nickelhaltigen Stoffe enthält. Nun wies das Bundes­institut für Risiko­bewertung nach, dass Nickel nicht nur durch die Tinte, sondern auch durch die Tätowiernadeln in die Haut übergeht.

  67. Zyklus-Apps helfen Frauen unter anderem, ihren Eisprung zu berechnen. Zwei solcher Apps, Mia und Maya, senden jedoch intimste Infos an Facebook. Das belegt eine Studie der britischen Daten­schutz­organisation Privacy Interna­tional. Facebook erfährt mitunter neben Details über die Mens­truation auch, wann eine Frau zuletzt Sex hatte, ob und wie sie verhütet, welche gesundheitlichen und emotionalen Probleme sie hat und ob sie schwanger werden möchte. Diese Daten sind ideal für Werbe­zwecke.

  68. Ein Stell­platz in der Tiefgarage muss groß genug sein, um mit einem Mittel­klasse-Pkw vorwärts einzuparken. Es reicht nicht, wenn die Baufirma die Regeln des Baurechts einhält, der Käufer aber nur einparken kann, wenn er ab Einfahrt in die Garage 58 Meter rück­wärts fährt. Der Käufer einer neuen Wohnung hatte knapp 20 000 Euro für einen Stell­platz bezahlt. Die Fläche war gerade mal 2,50 Meter breit. Es war unmöglich, mit einem Audi A 4 vorwärts einzuparken, so ein Sach­verständiger. Das Ober­landes­gericht Braun­schweig minderte den Kauf­preis daher um 13 233 Euro, obwohl der Park­platz den Anforderungen der Garagen- und Stell­platz­ver­ordnung entsprach (Az. 8 U 62/18). Sie stelle lediglich ein Minimum dar als Voraus­setzung für die Baugenehmigung. Bei einem Haus mit „besonderem Komfort“ musste der Verkäufer damit rechnen, dass die Bewohner ein Mittel­klassefahr­zeug besitzen.

  69. Eine neu gebaute Terrasse muss wieder abge­rissen werden, weil sie Einblick in die Wohnung der Nach­barn gewährt. So urteilte das Amts­gericht Sinzig (10a C 8/18 WEG). Die Besitzerin einer Eigentums­wohnung hatte im hinteren Teil des Gemein­schafts­gartens eine 40 Quadrat­meter große, mit einer viersäuligen Pergola gezierte Terrasse auf einem Holz­aufbau errichtet. Von dieser aus konnte man in die Nach­barwohnung sehen. Die Kläger verlangten den Abbau der Terrasse und erhielten Recht. Der mögliche Blick in die Wohnung beein­trächtige ihre Privatsphäre. Zudem habe sich das Erscheinungs­bild des Gartens durch den Bau massiv verändert. Anstelle der Terrasse befand sich zuvor eine Wildbe­pflan­zung. Der Bau der Anlage hätte der Zustimmung der betroffenen Wohnungs­eigentümer bedurft. Die hatten sie nicht erteilt.

  70. Ein sich welt­weit ausbreitender Pilz führt dazu, dass befallene Bananen­stauden keine Früchte mehr tragen. Jüngst wurde der Pflanzenschädling in Kolumbien entdeckt – einem der wichtigsten Lieferländer. Wie schlimm ist das Problem? Gert Kema, Universitäts­professor für Pflanzen­pathologie im nieder­ländischen Wageningen, beant­wortet die wichtigsten Fragen zum Thema.

  71. Wein altert, sobald die Flasche geöffnet wird. Um diesen Prozess zu bremsen, sollte der Wein möglichst wenig Sauer­stoff abbe­kommen. Unsere Schweizer Kollegen von K-Tipp haben neun Wein­verschlüsse getestet, die sich in Technik, Preis und Wirkung stark unterscheiden. Testsieger Coravin sticht eine Nadel durch den Korken der unge­öffneten Flasche und presst Gas hinein. Ausgegossen wird per Über­druck. Das System hält den Wein tatsäch­lich jung, ist mit knapp 300 Euro aber auch das teuerste − Zusatz­ausgaben für Ersatz-Gaskartuschen nicht mitgerechnet. Der Zweit­platzierte Vacu Vin für knapp 20 Euro verlang­samt die Weinalterung durch ein Vakuum in der Flasche.

  72. Vorsicht bei Koch­löffeln, Schnee­besen oder Pfannenwendern aus Polyamid: Bestand­teile dieses Kunst­stoffs können in größeren Mengen in Lebens­mittel übergehen als bisher angenommen, warnt das Bundes­institut für Risiko­bewertung (BfR). Es geht dabei um Oligomere, bestimmte Kunststoff-Bausteine, die in hohen Dosen „gesundheitliche Effekte in der Leber und der Schild­drüse“ haben können, schreibt das BfR. Verbrauchern empfiehlt das Institut daher vorsorglich, den Kontakt solcher Polyamid-Küchenhelfer mit Lebens­mitteln möglichst kurz zu halten, vor allem bei Temperaturen über 70 Grad Celsius.

  73. Es klingelt, Sie sind nicht zu Hause, möchten aber wissen, wer vor der Tür steht. Oder: Sie sind zu Hause, möchten aber nicht an die Tür gehen. Für solche Situationen gibt es „Smart Doorbells“ − Türklingeln, die auf Knopf­druck eine Video­verbindung zu Ihrem Telefon aufbauen. Im Test des nieder­ländischen Consumentenbond funk­tionierte die Türklingel Hallo der Google-Tochter Nest am besten: „Einfach zu bedienen, beste Bild­qualität, guter Klang“, urteilten unsere Partner. Mit 275 Euro war die Klingel ungefähr so teuer wie die Zweit­platzierte Video Doorbell Pro von Ring. Die ebenfalls als gut bewertete Video Doorbell 2 vom selben Anbieter kostet nur etwa 200 Euro. Alle drei lassen sich auch als Über­wachungs­kamera mit Bewegungs­melder nutzen und können Bilder in der Cloud speichern. Das erfordert allerdings ein Abo bei Nest beziehungs­weise Ring für 3 bis 5 Euro monatlich.

  74. Die neueste Staffel von Stranger Things, die letzte Staffel von Game of Thrones – bei solchen Ankündigungen geraten Fans von Fernseh­serien in Verzückung. Viele beliebte Serien laufen allerdings exklusiv bei kosten­pflichtigen Streaming-Diensten wie Netflix oder Amazon Video. Wer mitschauen und mitreden will, kann zwar Serien­folgen genau wie Spielfilme auch auf Seiten wie Popcorn Time oder Cuevana sehen. Einigen Nutzern flatterten danach jedoch Abmahnungen über Hunderte Euro ins Haus.

  75. Wer seinen abge­sagten Urlaub mit Master- oder Visacard bezahlt hat, kann sein Geld im sogenannten Char­geback-Verfahren zurück­holen. Mehrere Banken teilen ihren Kunden auf Anfrage aber mit, dass das nicht möglich sei. Betroffene werden – das belegen Leser­zuschriften an die Stiftung Warentest – von ihren Instituten unzu­reichend oder sogar falsch informiert. test.de deckt auf, welche Banken ihre Kunden auflaufen lassen.

  76. Mit Fotos edler Wasser­flaschen und feinem Ambiente wirbt die Sanpuro Vertrieb GmbH aus Düssel­dorf in einer Broschüre für ihre nach­rangige Schuld­verschreibung mit 8 Prozent Zinsen pro Jahr bis Ende Oktober 2021. „Nicht der Massenmarkt für Wasser“ verspreche hohe Rendite, „sondern das Luxussegment“. Das „Mineral­wasser der Extraklasse“ sei mit Sauer­stoff angereichert. „Kenner vergleichen es mit Champagner“, frohlockt Sanpuro. Klingt toll. Trotzdem ist Sanpuro ein Fall für die Warnliste Geldanlage.

  77. Urteil in Sachen Wurst­welten und Halb­strom: Anne und Alexander von Holst bleiben in Haft. Das Land­gericht Augs­burg hat die Kinder des in die USA geflüchteten Rainer von Holst zu 46 Monaten Haft wegen 43fachen Betrugs und zu 34 Monaten Haft wegen Beihilfe zum 80fachen Betrug verurteilt. Zahlreiche Anleger büßten Millionen Euro ein. Treibende Kraft war offen­bar Vater Rainer von Holst.

  78. Eine Vermietung der halben gemein­sam bewohnten Wohnung an den Lebens­partner ist kein steuerlich anerkanntes Miet­verhältnis. Das entschied das Finanzge­richt Baden-Württem­berg (Az. 1 K 699/19). Im Fall hatte eine Frau mit ihrem Lebens­partner in ihrer Eigentums­wohnung gelebt. Die Hälfte der Wohnung hatte sie per Miet­vertrag an ihren Partner günstig vermietet und in der Steuererklärung hohe Werbungs­kosten als Vermieterin geltend gemacht. Das Finanz­amt erkannte das Miet­verhältnis nicht an. Zu Recht, so die Richter, der Miet­vertrag halte einem Fremd­vergleich nicht stand. Ein normaler Mieter würde sich nicht auf bloße Mitbenut­zung der Wohnung ohne abgrenz­bare Räume und Privatsphäre einlassen. Mietzah­lungen des Part­ners seien als Beiträge zur gemein­samen Haus­halts­führung zu werten. Steuerliche Vermietungs­verluste seien daher ausgeschlossen.

  79. Seit 14. September 2019 ist für das Online­banking die Zwei-Faktor-Authentifizierung nötig. Mindestens zwei von drei möglichen Merkmalen aus den Bereichen Wissen, Besitz und körperliche Merkmale sind für den Login erforderlich. Unmittel­bar nach der Umstellung auf das neue Verfahren sagte die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin), es gebe nur vereinzelt Schwierig­keiten und keinen grund­sätzlichen Probleme. Nun klagen Bank­kunden über Probleme mit ihrem Online­konto.

  80. Sven Lettersohn* bekam in den fünf Jahren 2014 bis 2018 keine Stand­mitteilung für seine Riester-Renten­versicherung bei der Heidel­berger Leben. Erst nach seiner Beschwerde beim Versicherungs­ombuds­mann verschickte sie das Unternehmen. Sie wurden dann „manuell erstellt“, wie der Versicherungs­ombuds­mann dem Finanztest-Leser mitteilte.

  81. Fünf Unter­nehmens­anleihen bietet die ThomasLloyd Cleantech Infra­structure (Liechten­stein) AG aus Liechten­stein Privat­anlegern an. Sie gehört der deutschen ThomasLloyd Cleantech Infra­structure Holding (TLCIH), die direkt oder indirekt in Infrastruktur­projekte und -anlagen in Asien und Australasien investiert. Alle fünf Unter­nehmens­anleihen haben deutliche Haken. Ein Fall für unsere Warnliste Geldanlage.

  82. European Investment Systems (EIS) aus Spanien bietet in Deutsch­land per E-Mail und Telefon Fest­geld­anlagen, Anla­geberatungen und Aktien an. Die spanische Wert­papier­aufsichts­behörde wies auf die fehlende Erlaubnis von EIS für Investment­geschäfte hin. Die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht warnte jetzt, EIS biete vorbörs­liche Aktien von Ant Financial ohne Wert­papier­prospekt oder -informations­blatt an. Auf unsere Nach­fragen reagierte EIS nicht. Wir setzen sie auf unsere Warnliste Geldanlage.

  83. Neben Früchten und Blättern von Bäumen des Nach­barn können auch Pollen­flug und herab­fallende Samen die Nutzung des eigenen Grund­stücks beein­trächtigen. Eigentümer können aber nicht verlangen, dass der Nach­bar Bäume fällt oder eine Entschädigung zahlt, wenn er den nach Landes­recht gültigen Abstand zur Grundstücks­grenze einge­halten hat. Er ist dann für die natürlichen Immissionen der Birken nicht verantwort­lich, entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. V ZR 218/18). Auf das Nach­bargrund­stück ragende Äste sind aber auch dann abzu­sägen, wenn nur herab­fallendes Laub oder Tannenzapfen und nicht die Äste selbst stören (Az. V ZR 102/18).

  84. Mehr als jeder dritte Mozzarella aus dem österrei­chischen Handel ist am Mindest­halt­barkeits­datum nicht mehr in Ordnung. Unsere Part­ner­organisation aus Wien, der Verein für Konsumenteninformation (VKI), stellte in 9 von 22 Produkten stark erhöhte Keimzahlen fest.

  85. Gefahr von Durchfall­erkrankungen: Die Deutsche Milch­kontor ruft deutsch­land­weit frische fett­arme Milch zurück, nachdem bei Routine­kontrollen das Bakterium Aeromonas gefunden wurde. Betroffen sind zahlreiche Handels­marken von Discountern und Supermarkt­ketten wie Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und Real. test.de sagt, welche Produkte genau betroffen sind.

  86. Die Ferien­wohnung ist statt in Strandnähe direkt an der Durch­gangs­straße, das nette Privatzimmer stellt sich als bessere Besenkammer heraus, das vorab bezahlte Ferien­haus existiert nur im Internet. Kommt Ihnen irgend­was davon bekannt vor? Dann machen Sie mit bei unserer Umfrage! Die Stiftung Warentest möchte von Ihnen wissen, welche konkreten Probleme Sie bei der Anmietung einer Ferien­wohnung, eines Ferien­hauses oder eines Privatzimmers schon gehabt haben.

    [Update 15.11.2019] Die Umfrage ist inzwischen beendet. Über die Ergeb­nisse informieren wir Sie demnächst an gleicher Stelle. [Ende Update]

  87. „Nature“, „pure“,„natural“ und „Botanicals“ – es grünt so grün im Kosmetik­regal. Immer mehr große Hersteller lancieren „grüne“ Produkt­linien. Ein Blick auf die Inhalts­stoff­listen ernüchtert: Nicht alles, was „natürlich“ daher­kommt, ist zertifizierte Naturkosmetik.

  88. Den rund 10 000 Anlegern von PIM Gold wurde „Sicherheit für eine glänzende Zukunft“ versprochen. Daraus wird nun nichts werden. Sowohl die PIM Gold GmbH als auch der Vertrieb Premium Gold Deutsch­land GmbH sind insolvent. Dort hat jetzt der vorläufige Insolvenz­verwalter Dr. Renald Metoja das Sagen. Der PIM-Chef Mesut P. sitzt wegen des Verdachts auf gewerbs­mäßigen Betrug in Unter­suchungs­haft.

  89. Bei Dosen­öffnern gibt es große Unterschiede. Das ermittelten die Schweizer Verbraucherschützer von K-Tipp bei einem Vergleichs­test: 3 der 15 Modelle konnten nicht alle Dosen öffnen. Mit zwei Öffnern riskieren Nutzer blutige Finger. Einige Modelle sind auch in Deutsch­land erhältlich – hier fassen wir zusammen, wie sie abge­schnitten haben. Ikea ist mit gleich zwei Dosen­öffnern im Test vertreten, doch nur einer davon taugt etwas.

  90. Zwei Drittel der Männer, die Hälfte der Frauen und 15 Prozent der Kinder und Jugend­lichen in Deutsch­land sind überge­wichtig. Ernährungs­experten fordern daher seit Langem ein verbraucherfreundliches Kenn­zeichnungs­system für Lebens­mittel. Verschiedene Vorschläge lagen auf dem Tisch. Verbraucher haben sich in einer Umfrage des Bundes­ernährungs­ministeriums nun ganz klar für den Nutri-Score ausgesprochen. Bundes­ministerin Julia Klöckner will die recht­lichen Grund­lagen dafür schaffen, dass Hersteller den Nutri-Score freiwil­lig nutzen können.

  91. Einzel­personen haben das Recht, Links aus den Treffer­listen von Such­maschinen­betreibern wie Google entfernen zu lassen. Wie das geschehen soll, hat der Europäische Gerichts­hof fest­gelegt: Auf Antrag von EU-Bürgern muss Google die Links in den – EU-Staaten ange­zeigten – Ergeb­nislisten entfernen. Und: Auch der Zugang zu den Ergebnis-Links über eine Nicht-EU-Version der Such­maschine muss für Internetnutzer in der EU versperrt sein. In Nicht-EU-Ländern muss Google die heiklen Links aber nicht löschen.

  92. Sind Partner, Geschwister, Eltern oder Freunde alkohol­abhängig, bedeutet das für Angehörige oft großes Leid. Es ist essenziell, in die Offensive zu gehen und Hilfs­angebote zu nutzen. Das Ziel: Sich von der Sucht abzu­grenzen und mehr auf sich zu achten. Ein neuer Ratgeber der Stiftung Warentest hilft dabei. Hier stellen wir die sechs wichtigsten Tipps aus dem Buch vor.

  93. Mens­truations­tassen geben Frauen während ihrer Periode genauso viel Bewegungs­freiheit wie Tampons. Die Nutze­rinnen können die becherförmigen Behälter wieder­verwenden, müssen sie aber entleeren und auswaschen. In der Anwendung sind die Perioden­tassen, auch Moon Cups genannt, ähnlich sicher wie Tampons und Binden. Sie erhöhen auch das Infektions­risiko nicht, wie eine aktuelle Studien­auswertung zeigt. Frauen brauchen aber oft längere Zeit, um mit der Hand­habung zurecht­zukommen.

  94. Auf einigen smarten Fernsehern, Blu-ray-Playern und AV-Recei­vern von Sony wird die Prime-Video-App von Amazon nur noch bis zum 26. September 2019 laufen. test.de sagt, wer betroffen ist, und was zu tun ist.

  95. Der Absatz von Huawei-Smartphones in Europa ist im zweiten Quartal gegen­über dem Vorjahres­zeitraum um 16 Prozent auf 8,5 Millionen Stück einge­brochen. Das melden die Markt­forscher von Canalys. Haupt­profiteur war demnach Markt­führer Samsung, der seinen Markt­anteil auf 40,6 Prozent ausbauen konnte. Aber auch der chinesische Konkurrent Xiaomi, der auf dem deutschen Markt noch keine große Rolle spielt, konnte zulegen. Huaweis Absatz­probleme in Europa dürften mit dem Boykott durch die US-Regierung zu tun haben, der die Zusammen­arbeit amerikanischer Unternehmen mit dem chinesischen Anbieter einschränkt. Davon ist auch Google betroffen, dessen Android-System und Dienste bisher auf Huawei-Handys laufen. Berichten zufolge soll das nächste Huawei-Smartphone Mate 30 zwar mit Android, aber ohne Google-Dienste wie Youtube, Maps und Play Store ausgeliefert werden.

  96. Wer ein 45 Jahre altes Haus kauft, muss mit Rissen im Wandputz rechnen. Diese Auskunft gab ein Bausach­verständiger – und entsprechend entschied das Land­gericht Coburg (Az. 14 14 O 271/17). Es wies damit die Schaden­ersatz­klage der Hauskäufer ab. Die hatten in dem Wohn­haus aus den 1970ern nach der Über­gabe Holz­verkleidungen und Tapeten entfernt. Dabei entdeckten sie die Risse in den Wänden und einen Schimmelfleck, verursacht durch eine undichte Stelle im Dach. Sie forderten von den Vorbesitzern die Kosten für die nötigen Reparaturen. Die Richter befanden, dass die Risse im Putz kein Mangel seien, wohl aber das Loch im Dach. Im Kauf­vertrag war jedoch wie üblich ein Haftungs­ausschluss für Sachmängel vereinbart worden. Die Käufer konnten auch nicht nach­weisen, dass die Verkäufer die Probleme arglistig verschwiegen hätten.

  97. Wer ein Haus kauft, sollte sich recht­zeitig um eine Gebäudeversicherung kümmern. In der Regel über­nimmt der Käufer die bereits bestehende Police. Doch diese kann nach Unter­schrift unter den Kauf­vertrag oder nach der Über­gabe längst gekündigt sein. So ging es dem Käufer eines Hauses, bei dem vier Monate nach Abschluss des Kauf­vertrags ein Sturm das Dach beschädigte. Es entstand ein Schaden von 38 400 Euro.

  98. Das ist ein schöner Traum. Er rührt daher, dass Milch Tryptophan enthält. Es dient dem Körper als Vorstufe, um das „Glücks­hormon“ Serotonin und das „Schlafhormon“ Melatonin zu bilden. Honig soll helfen, dass der Stoff besser ins Gehirn gelangt. Allerdings ist die Menge an Tryptophan in Milch insgesamt vergleichs­weise gering – und die schlaf­fördernde Wirkung selbst höher dosierter Präparate laut unserem letzten Test schlecht belegt (Schlafmittel im Test: Welche wirklich müde machen). Denk­bar ist wohl vor allem ein psycho­logischer Effekt des Schlummertrunks: weil er ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt und an die Kindheit erinnert.

  99. Wer Arbeit sparen will im Garten, tendiert neuerdings oft zu Zierschotter. Einmal Bodenvlies verlegen, weiße Kiesel oder graue Steine aufschütten – dann hat der gestresste Gärtner Ruhe vor Gießen und Unkrautjäten. Der Natur­schutz­bund (Nabu) weist jedoch darauf hin, dass dadurch eine kleine Wüstenei statt eines Gartens entsteht: Der Schotter bietet keinen Lebens­raum für Insekten, Vögel und Pflanzen. Besser und dennoch pflegeleicht seien, so der Nabu, für sonnige Stand­orte lang­sam wachsende oder boden­deckende Pflanzen wie Pols­terdost, Storch­schnabel oder blaues Schil­lergras. Für Schatten eignen sich eher Haselwurz, Akelei und Wald­meister.

  100. Mädchen und junge Frauen mit Diabetes Typ 1 leiden zwei- bis dreimal häufiger an Essstörungen als gleich­altrige Gesunde. Gerade Ess-Brech-Sucht, Bulimie, ist laut Deutscher Diabetes Gesell­schaft verbreitet. Die Kombination mit Diabetes nennen Experten Diabulimie: Betroffene spritzen bewusst kein oder zu wenig Insulin. Ihr Körper braucht es aber, um Zucker aus dem Essen übers Blut in die Zellen zu befördern. Fehlt Insulin, wird der Zucker über die Nieren ausgeschieden. Folge: schneller Gewichts­verlust. Auch bleibt zu viel im Blut, die Zucker­werte erhöhen sich stark. Das schadet Blutgefäßen, Nerven, Nieren. Bei jungen Typ-1-Diabetikerinnen sollten Familie und Ärzte auf Essverhalten und Blut­zucker­werte achten.

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