Die Grünen Bildung

Aktuelle Informationen der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
  1. Nur mit einer gut aufgestellten Berufsausbildung können wir jungen Menschen verlässliche Zukunftsperspektiven bieten und Fachkräftebedarfe decken. Wir fordern eine Ausbildungsgarantie, ein Kurzarbeitergeld Plus für Azubis sowie mehr Gleichwertigkeit von Bildung.
  2. Die bestehende Arbeitslosenversicherung braucht ein Update. Wir wollen sie zu einer Arbeitsversicherung weiterentwickeln, die alle Menschen bei der Weiterbildung unterstützt – auch bevor sie arbeitslos werden.
  3. Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern. Damit alle von guten Ganztagsangeboten profitieren, wollen wir dazu einen Rechtsanspruch im Kinder- und Jugendhilferecht verankern und Qualitätskriterien festschreiben.
  4. Kurzarbeit wollen wir so weiterentwickeln, dass sie Menschen wirksam vor Armut schützt. Dazu staffeln wir die Höhe des Kurzarbeitergeldes nach Einkommen. Außerdem ermöglichen wir Kurzarbeit auch für Auszubildende. Bei längerem Arbeitsausfall sollte Kurzarbeit mit Weiterbildung verbunden werden.
  5. Junge Menschen sind politisch interessiert und engagiert. Es ist deshalb höchste Zeit, Kinder und Jugendliche in politische Prozesse einzubinden und an der Gestaltung ihrer Welt zu beteiligen. Wir wollen die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre und mehr Beteiligungsrechte für junge Menschen.
  6. Die Corona-Krise darf die Bildungsungerechtigkeit nicht weiter verstärken. Öffnungen von Schulen räumen wir höchste Priorität ein. Wir fordern einen Bildungsgipfel, konkrete gemeinsame Leitlinien für Länder und Schule sowie ein digitales Update für den Unterricht.
  7. Die Corona-Pandemie stellt den sozialen Zusammenhalt und die Inklusionsbestrebungen der vergangenen Jahre vor erhebliche Herausforderungen. Bei den Sozialschutzpaketen der Bundesregierung wurden viele Menschen vergessen. Deswegen fordern wir ein ergänzendes Sozialschutzpaket III.
  8. Die Pandemie verschärft längst bekannte Probleme an unseren Schulen. Wir haben mit der Expertise der Praxis in die Zukunft geschaut und erörtert, welche Chancen der aktuelle Umbruch bietet, um längst überfällige Reformen zu beschleunigen und Schulen in die digitale Zukunft zu führen.
  9. Die Welt verändert sich in atemberaubendem Tempo. Alle Menschen sollen die Chance auf berufliche und persönliche Entwicklung haben. Mit einer Weiterbildungsgarantie stellen wir sicher, dass gute Weiterbildung nicht mehr an Geld oder Zeit scheitert.
  10. Kinder sollen die Chancen der Digitalisierung positiv für sich nutzen können und gleichzeitig bestmöglich vor Risiken geschützt werden. Dafür müssen ihre Rechte auf Teilhabe, Förderung und Schutz auch in der digitalen Welt umfassend umgesetzt werden. Wir Grüne im Bundestag haben ein Konzept dafür vorgelegt.
  11. Berufliche Qualifizierung eröffnet Chancen für die Arbeitswelt der Zukunft und ist die beste Vorsorge bei Krisen. Deshalb wollen wir Weiterbildung für alle möglich machen - und zwar unabhängig von der Beschäftigung, dem Bildungsgrad oder dem Geldbeutel.
  12. PISA stellt der deutschen Bildungspolitik kein gutes Zeugnis aus. Die Ergebnisse der deutschen Schülerinnen und Schüler haben sich verschlechtert. Bildungserfolg in Deutschland hängt viel zu stark vom Elternhaus ab.
  13. Die Digitalisierung prägt das Leben von Kindern und Jugendlichen. Wie kann ein gutes Aufwachsen in der digitalisierten Welt gelingen? Darüber haben wir mit vielen Gästen auf unserer Fachtagung diskutiert.
  14. Im Oktober ist Semesterstart und für viele Studierenden beginnt die Wohnungssuche. In den Unistädten herrscht Wohnungsnot. Das muss sich ändern. Wir wollen unter anderem im BaföG einen für die Miete am Studienort auskömmlichen Wohnkostenzuschuss gewähren.
  15. Die Mietenexplosion hat die Studierenden voll erfasst. In Hochschulstädten werden auf dem freien Markt für kleine Wohnungen inzwischen im Schnitt über 400 Euro gezahlt und damit deutlich mehr als die 325 Euro, die im BAföG pauschal für das Wohnen gewährt werden. Den Studierenden bleibt immer weniger Geld zum Leben. Verschärfend kommt das Allzeittief bei den Wohnheimplätzen hinzu. Wir fordern in einem Antrag eine Offensive für bezahlbaren Wohnraum für Studierende.
  16. Seit zehn Jahren gilt Inklusion als Leitidee der Behindertenpolitik in Deutschland. Davon ist im Leben behinderter Menschen wenig zu spüren. Vieles muss sich ändern und das zügig. Darüber haben wir auf unserer Konferenz mit fast 300 Gästen diskutiert.
  17. Grundschulkinder sollen gute, ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote nutzen können. Auch für die Randzeiten und Ferien müssen Angebote zur Verfügung stehen. Bislang gibt es für nicht einmal die Hälfte der Kinder im Grundschulalter einen entsprechenden Platz. Mit zahlreichen Gästen haben wir die Anforderungen an einen Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung für Grundschulkinder diskutiert.
  18. Der OECD-Bildungsbericht zeigt: Trotz einzelner Lichtblicke spielt das deutsche Bildungssystem nicht in der internationalen Spitzengruppe mit. Wir Grüne im Bundestag fordern deshalb kräftige Zukunftsinvestitionen in Kitas, Schulen und Hochschulen.
  19. Die meisten Eltern wünschen sich ein Ganztagsangebot für ihre Kinder, doch solche Plätze stehen nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung. Mit einem Rechtsanspruch wollen wir den Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote anschieben.
  20. Auch nach der Sondersitzung des Forschungsausschusses zur Wahl des Batteriezellen-Standorts bleibt ein großes Fragezeichen. Die Wahl des Standortes Münster für die Batteriezellenfertigung bleibt intransparent und nicht nachvollziehbar. Volle Akteneinsicht ist deshalb das Gebot der Stunde.
  21. Anstatt das Berufsbildungsgesetz zukunftsfest zu gestalten, beschränkt sich die Bundesregierung auf wenig ambitionierte und teils sogar schädliche Änderungen. Sie verpasst erneut die Chance, die berufliche Bildung fit für den Arbeitsmarkt von morgen zu machen.
  22. Weiterbildung ist ein Thema, das alle betrifft. Die Ausgaben dafür aber stagnieren. Schwarz-rot hat die Digitalisierung der Arbeitswelt und den Wandel der Industrie verschlafen. Ihre Nationale Weiterbildungsstrategie ist keine Antwort auf die kommenden Veränderungen.
  23. Deutschland braucht ein Einwanderungsgesetz, das diesen Namen auch verdient. Dazu haben wir einen Entwurf vorgelegt. Das nun eingebrachte Konzept der Bundesregierung ist dagegen mutlos und viel zu kompliziert.
  24. Das BAföG ermöglicht Zugang zur Hochschule und Bildungsaufstieg durch gute Qualifikation. Die mutlose Reform der Bildungsministerin aber verfehlt die dringend benötigte Trendwende. Wir wollen, dass auch in Zukunft Studierende ausreichend gefördert werden.
  25. Gemeinsam mit VertreterInnen von Handwerk, Gewerkschaften und Wissenschaft haben wir diskutiert, welche Maßnahmen für mehr Fachkräfte, bessere Bezahlung und mehr Ausbildung im Handwerk wirksam und sinnvoll sind.
  26. Nach harten Verhandlungen hat der Vermittlungsausschuss einen Durchbruch für den Digitalpakt und zukünftige Bildungsprogramme erzielt. Der Bund darf zukünftig nicht mehr nur in Beton, sondern auch in Köpfe investieren. Die Digitalisierung von Schulen ist erst der Anfang.
  27. Bildungschancen sind nach wie vor ungerecht verteilt. Der gemeinsame Bildungsbericht 2018 von Bund und Ländern ist ein klarer Auftrag an die Bundesregierung, endlich mehr in die Zukunft junger Menschen zu investieren – egal woher sie kommen.
  28. Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass arme Eltern ihr weniges Geld nicht für ihre Kinder, sondern für sich selbst ausgeben. Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung räumt nun mit diesem Klischee auf. Wir brauchen trotzdem eine Kindergrundsicherung.
  29. Ob IT-Sicherheit, Software-Entwicklung oder Künstliche Intelligenz - wir brauchen im Digitalbereich deutlich mehr Frauen in Hörsälen, Forschung und Unternehmen. Wie das zu schaffen ist, haben wir mit ExpertInnen diskutiert.
  30. Die internationale Organisation für geistiges Eigentum hat 2013 die Marrakesch-Richtlinie erarbeitet, die den internationalen Austausch barrierefreier Bücher erleichtern soll. Aber der von Bundesregierung hierzu vorgelegte Gesetzentwurf schadet mehr als er nützt.
  31. Bund und Länder verhandeln über die Zukunft der Hochschulfinanzierung. Wir wollen den Hochschulpakt verstetigen und dynamisch aufstocken – für ausreichend Studienplätze, mehr Chancengerechtigkeit für Studierende und eine höhere Qualität in Studium und Lehre.
  32. Armut grenzt aus und zerstört Zukunftschancen. Deshalb hat die grüne Bundestagsfraktion zur Konferenz „Familien stärken – Kinder aus der Armut holen“ eingeladen und Strategien zur wirksamen Stärkung von Familien und zur Bekämpfung von Kinderarmut diskutiert.
  33. Unter dem Titel "Familien stärken, Kinder aus der Armut holen" hat die grüne Bundestagsfraktion am 18. September eine Konferenz zur Kinderarmut veranstaltet. Mit dabei waren die Abgeordneten Annalena Baerbock, Katja Dörner, Katrin Göring-Eckardt und Sven Lehmann. Wertvolle Redebeiträge steuerten außerdem die 17jährige Sarah-Lee Heinrich und die Alleinerziehende Mutter Fee Linke bei.
  34. Die OECD hat ihre jährliche Studie "Bildung auf einen Blick" veröffentlicht. Fazit: Deutschland investiert noch immer viel zu wenig in die Köpfe von morgen.
  35. Dem Anspruch, die Pflegeausbildung für die Zukunft fit zu machen, wird die Koalition nicht gerecht. Statt ein einheitlich hohes Niveau der Ausbildungen zu verabschieden, wird die Altenpflege zu einem Ausbildungsberuf zweiter Klasse.
  36. Immer lauter beklagt die Wirtschaft den Fachkräftemangel. Zugleich steigt die Zahl der jungen Menschen ohne Berufsausbildung. Dem Stückwerk der Groko setzen wir Ideen für ein gerechtes und zukunftsfähiges Berufsbildungssystem entgegen.
  37. Weltweit erstarken nationalistische und rechtspopulistische Strömungen. Sie richten sich gegen Pluralität und Weltoffenheit und damit auch gegen freie und kritische Wissenschaft. Zum March for Science setzen Wissenschaftler auf der ganzen Welt ein Zeichen gegen solche Entwicklungen.
  38. Erinnerungskultur ist ein zentrales Thema für die grüne Bundestagsfraktion. Die Aufarbeitung des Nationalsozialismus wollen wir fortsetzen, denn die NS-Verbrechen sind noch längst nicht ausreichend erforscht. In einem öffentlichen Fachgespräch haben wir über die Anerkennung von sogenannten Asozialen und Berufsverbrechern als Opfer des Nationalsozialismus diskutiert.
  39. Die Bundesregierung vernachlässigt in der Entwicklungszusammenarbeit vor allem die Themen Grundbildung und frühkindliche Bildung. Am 1. und 2. Februar 2018 findet in Dakar die Konferenz für Globale Bildung statt. Anlass für uns, in einem Antrag die Bundesregierung aufzufordern, beim Thema Globale Bildung - auch finanziell - mehr Engagement zu zeigen.
  40. Das Bundesverfassungsgericht kam zu dem Schluss, dass das Auswahlverfahren zum Medizinstudium die Chancengleichheit der Studierenden verletzt und dass es in einigen Bereichen mit dem Grundgesetz unvereinbar ist. Nun müssen Hochschulen, Länder und Bund bis Ende 2019 die Auswahlkriterien neu regeln.
  41. Mitte Dezember hat das Statistische Bundesamt seinen Bildungsfinanzbericht 2017 veröffentlicht. Zwar investieren Bund, Länder und Kommunen mehr Geld in die Bildung, gemessen an der Wirtschaftskraft Deutschlands sinkt der Anteil der Ausgaben allerdings.
  42. Betriebe suchen händeringend nach Auszubildenden, Azubis suchen nach Lehrstellen, und doch finden beide Seiten nicht zusammen. Wer auch morgen noch Fachkräfte haben will, muss heute in die berufliche Bildung investieren.
  43. Erasmus ist das bildungspolitische Zugpferd der Europäischen Union (EU) . Mit einer Reform wurde es zwar schon vor Jahren mit mehr Geld ausgestattet, so dass nicht nur für Studierende, sondern für alle Bildungsbereiche die Möglichkeit besteht, in Europa zu lernen. Aktuell leider mit einer sehr geringen Nachfrage. Es muss mehr dafür geworben werden.
  44. Weiterbildung 4.0 braucht auch eine Weiterbildungsförderung 4.0. Die Bundesregierung muss endlich mehr ins lebenslange Lernen investieren. Denn es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.
  45. Wir haben unsere grüne Ausbildungsgarantie erweitert. Auch für die Zehntausende neu zugewanderten Ausbildungsinteressierten wollen wir den Weg in die duale Ausbildung ebnen. Denn wer lernt, kommt an.

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