Stiftung Warentest Meldungen

Der RSS Infoticker informiert über aktuelle Tests und Meldungen der Stiftung Warentest.
test.de-Archiv
  1. Neuzugelassene Auto­typen brauchen ein Notruf-Modul. Dafür gibts die EU-Lösung eCall. Deutsche Hersteller setzen auf eigene Lösungen. Das kritisiert der ADAC aus guten Gründen.

  2. Finanz­wissen aus Verbraucher­schutz­perspektive: Das bietet unsere neue Reihe „Finanztest-Talk“. Am 20. April geht es los mit einem Gespräch über die perfekte Anla­gestrategie.

  3. „Heute musste es zum Essen besonders schnell gehen. Beim Öffnen der Packung hat es mir jedoch die Sprache verschlagen. Die Packung war nur halb gefüllt!“, ärgert sich test-Leser Bela Balser aus Darm­stadt.

  4. Die GSB Gold Stan­dard Banking Corporation AG aus Hamburg bietet Kunden, die Coins ihrer Kryptowährung G999 aufbewahren, 2,5 Prozent im Jahr als Belohnung. GSB ist keine Bank, obwohl es der Name nahelegt, und hat laut Handels­register auch nichts mit Kryptowährungen zu tun.

  5. „Sie wollen sich beim Arzt nicht wie Schlacht­vieh fühlen?“, fragt ein Manfred Speitels­bach im Internet auf ämg.de, das für „Ärzte mit Grenzen“ steht. Er bietet eine Kranken­versicherung an, die nur zahlt, wenn die Behand­lung Erfolg hatte. Die Geschäfts­idee: Kunden kaufen für monatlich 300 oder 800 Euro Forschungs­anleihen. „Die damit entwickelten medizi­nischen Therapien können nur mit diesen Forschungs­anleihen bezahlt werden“, heißt es. Der Arzt soll sie angeblich in Euro tauschen können.

  6. Die Verbraucherzentrale Baden-Württem­berg rät Riester-Sparern, sich gegen unzu­lässige Kosten zu wehren. Es geht um Vertrags­klauseln mit unbe­stimmten Angaben zur Höhe anfallender Kosten bei Beginn der Renten­phase. Solche Klauseln sind in den meisten von Sparkassen vertriebenen Vorsorge-Plus-Verträgen enthalten. Die Verbraucherzentrale hat bereits mehrere Klagen gegen Sparkassen einge­reicht und vor zwei Gerichten recht bekommen.

  7. Etliche Wasch­trockner von Bosch und Siemens, die in diesem Jahr ausgeliefert wurden, konnten im Neuzustand nur waschen oder trocknen, Wasch­trocken-Programme funk­tionierten nicht. Der Hersteller BSH Hausgeräte GmbH hatte angekündigt, den Fehler zu beheben. Aber noch immer beschweren sich test-Leser über Probleme mit den Wasch­trock­nern.

  8. Berge und Wälder unter Schnee oder Raureif sind ein betörender Anblick. Doch das Wandern im Winter birgt einige Risiken. Mit diesen Tipps des Deutschen Alpenvereins kommen Sie sicher wieder zurück:

  9. Der Nutri-Score ist nun in Deutsch­land ein offiziell anerkanntes Kenn­zeichnungs­element für Lebens­mittel. Am 6. November 2020 ist eine entsprechende Verordnung in Kraft getreten. Anbieter können die bunte Skala auf ihre Produkte drucken, damit Verbraucher auf einen Blick deren ernährungs­physiologischen Wert erkennen. Die Verwendung des Nutri-Scores bleibt freiwil­lig. Er stammt ursprüng­lich aus Frank­reich, einige Anbieter nutzten ihn schon länger für Produkte auf dem deutschen Markt.

  10. Der Anbieter Aldente ruft „Bagels Sesam 340 g“ der Marken Mühlen­gold und Aldente‘s Brot­welt zurück. Bei routine­mäßigen Kontrollen hätten die zuständigen Behörden­mit­arbeiter auf den Sesam­samen einen „zu hohen Gehalt an Pflanzen­schutz­mittel­rück­ständen“ nachgewiesen, informiert Aldente seine Kunden. Laut Aldente handelt es sich um das Pflanzen­schutz­mittel Ethylen­oxid. Verkauft wurden die Bagels deutsch­land­weit in Filialen von Aldi Süd, Rewe, Globus und Tegut.

  11. Sie liegt markant unten links auf der Tastatur, ist meist größer als viele andere Tasten – und wird doch von zahlreichen Computernutzern ignoriert: die Steuerungs-Taste (Strg). Dabei birgt sie, ähnlich wie die Wind­ows-Taste oder die rechte Maustaste, viele nützliche Funk­tionen – voraus­gesetzt, man kombiniert sie mit anderen Tasten.

  12. Such­maschinen­betreiber Google darf für Hotels in Deutsch­land keine Angaben wie „3-Sterne-Hotel“ oder „4-Sterne-Hotel“ veröffent­lichen, wenn diese Bewertung nicht vorher durch eine offizielle Hotelklassifizierung erfolgt ist. Das entschied das Land­gericht Berlin (Az. 101 O 3/19).

  13. Einfach auf den Auslöser klicken, fertig ist der Schnapp­schuss – meist reicht beim Fotografieren mit dem Handy die Auto­matik. Aber nicht immer: Besonders bei hellen oder dunklen Motiven oder Hintergründen liegt die Belichtungs­automatik schon mal daneben. Fahl-überbelichtete oder düster-unterbe­lichtete Bilder sind die Folge. In solchen Situationen können Sie gegen­steuern. Wir verraten, wie.

  14. Fast täglich erreichen die Stiftung Warentest E-Mails wütender oder enttäuschter Kunden von Post-Dienst­leistern. Zu den Haupt­ärger­nissen gehören verschwundene Einschreiben, Pakete und Koffer. Oft gibt es Ärger mit der Deutschen Post und ihrer Tochter DHL. Hier schildern wir zwei besonders ärgerliche Fälle.

  15. Firmen dürfen ältere Bewerber nicht diskriminieren. Wer sich auf einen Job bewirbt und nur aufgrund seines Alters eine Absage erhält, kann eine Entschädigung für entgangene Lohn­zahlungen erhalten. Arbeit­geber müssen auf die Formulierungen in ihren Stellen­anzeigen achten.

  16. Sushi gilt als gesund: Die mit Klebereis, Gemüse, Fisch und Algenblättern zubereiteten Happen liefern wert­volle Fett­säuren und sind oft kalorien­arm. Doch die verwendeten Meeres­algen neigen dazu, Schwer­metalle anzu­reichern, und enthalten oft viel Jod aus Meer­wasser. Fans der Asia-Küche sollten sie in Maßen genießen.

  17. Das Zinsportal Welt­sparen, über das Sparer Geld­anlage-Angebote in- und ausländischer Banken abschließen können, koope­riert jetzt auch mit der Münchener Hypo­ver­eins­bank (HVB). Sie ist Teil der italienischen UniCredit, die europaweit arbeitet.

  18. „Ich habe im dm Mango-Frucht­pulver gekauft“, berichtet uns test-Leserin Johanna Weindl aus München. „Die Dose enthält 50 Gramm für stolze 5,95 Euro, sie war jedoch nur halb voll.“

  19. Auch Kinder, die als Fahr­radfahrer am Straßenverkehr teilnehmen, können haft­bar gemacht werden, wenn sie dabei andere schädigen. So erging es einem acht­jährigen Mädchen, das beim Fahr­radfahren nach hinten zu seinen Eltern sah und deswegen mit einer Fußgängerin kollidierte. Die Frau stürzte und verletzte sich.

  20. Immer mehr Friedhöfe erlauben gemein­same Gräber für Mensch und Tier. Ab März 2020 ist dies in Hamburg möglich. Hier lesen sie die Details der neuen Bestattungs­regelung.

  21. Schlagen Imprägnier­sprays auf die Lunge? Das hat das interna­tionale Forschungs­projekt NANOaers unter der Leitung des Bundes­instituts für Risiko­bewertung untersucht. Die Forscher leiten daraus Tipps zur Anwendung ab:

  22. Lautlose Befehle können Sprach­assistenten scheinbar von selbst Türen öffnen oder Waren bestellen lassen. Das demons­trierte ein Forscher­team der amerikanischen University of Michigan und der japa­nischen University of Electro-Communications: Es kombinierte Geräte wie einen Laserpointer und ein Fern­rohr im Wert von rund 550 Euro. Unhör­bar über­trug der damit modulierte Laser­strahl Befehle aus fast 100 Meter Entfernung an Boxen und Smartphones mit Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant. Fatal: Sprach­assistenten hören auf jeden, nicht nur auf ihre Besitzer.

  23. Der Verdacht auf Untreue, Insolvenz­verschleppung und gemeinschaftlichen gewerbs­mäßigen Betrug bei der Geno Wohn­baugenossenschaft eG aus Ludwigs­burg scheint sich zu erhärten. Die Staats­anwalt­schaft hat am 26. November 2019 einen ehemaligen Vorstands­vorsitzenden verhaftet. Außerdem fanden weitere Durch­suchungs­aktionen statt.

  24. Erleichterung oder Risiko­faktor? Die Hormon­therapie für Frauen in den Wechsel­jahren ist umstritten. Sie kann Beschwerden lindern, birgt aber auch Risiken, vor allem ein erhöhtes Risiko für Brust­krebs. Eine Studien­auswertung mit Daten von über einer halben Million Frauen liefert neue Erkennt­nisse – zum Einfluss der verschiedenen Hormonpräparate, dem Alter bei Therapie­beginn, der Anwendungs­dauer und zu Lang­zeit­effekten. Daraus geht hervor: Das Risiko für Brust­krebs tritt früh ein und hält lange an.

  25. Flug online gebucht, „Herr“ statt „Frau“ geklickt oder für den besten Kumpel „Max“ statt „Maximilian“ in das Formular getippt – das kann teuer werden. Viele Air­lines sind zwar kulant und ermöglichen Korrekturen kostenlos. Doch teils gelten Fristen, wie unsere Recherche bei zehn großen Fluggesell­schaften in Europa zeigt. Ryanair zum Beispiel verlangt ab 48 Stunden nach der Buchung bis zu 160 Euro. Fehler sollten daher flott korrigiert werden. Auch bei anderen Air­lines werden teils 10 bis 120 Euro fällig. Einige Flug­linien ermöglichen auch das Umschreiben auf eine andere Person – das kostet allerdings bis zu 120 Euro. Bei spontanen Plan­änderungen kann solch ein Aufpreis aber immer noch güns­tiger sein, als neu zu buchen.

  26. Ein Straßenwärter, der als Erst­helfer bei Unfällen auf der Auto­bahn tätig war, hat keinen Anspruch auf Leistungen seiner Berufs­genossenschaft, wenn er an einer post­traumatischen Belastungs­störung erkrankt und nicht mehr arbeiten kann. Der Mann hatte 30 Jahre lang Unfall­stellen mit Verletzten und Toten gesichert, bis Rettungs­kräfte und Polizei ihre Arbeit beendeten. Er führte seine Depression auf die berufliche Belastung zurück. Als die Höchst­zahl an Therapie­stunden bei seiner Krankenkasse erreicht war, wollte er, dass die Berufs­genossenschaft für die Fortsetzung der Therapie aufkommt. Das Gericht wertete seine Erkrankung jedoch nicht wie eine Berufs­krankheit. Es gebe nicht genügend wissenschaftliche Erkennt­nisse, dass das wieder­holte Erleben traumatischer Ereig­nisse anderer Menschen eine post­traumatische Belastungs­störung verursachen könne (Hessisches Landes­sozialge­richt, Az. L 3 U 145/14).

  27. Ein Licht­bogen­kurz­schluss kann in Wäschetrock­nern dazu führen, dass die Geräte in Brand geraten. Laut Institut für Schaden­verhütung und Schaden­forschung (IFS) traten solche Brände zuletzt gehäuft bei Geräten der Marken Bauknecht, Whirlpool, Siemens und Bosch auf, die zwischen 1997 und 2003 gefertigt wurden. Es könnten aber auch andere Zeiträume und Marken betroffen sein. Das IFS rät, im Aufstell­raum Rauchmelder zu installieren und Trockner nicht voll­kommen unbe­aufsichtigt, etwa in Abwesenheit, zu betreiben.

  28. Gefahr von Durchfall­erkrankungen: Die Deutsche Milch­kontor ruft deutsch­land­weit frische fett­arme Milch zurück, nachdem bei Routine­kontrollen das Bakterium Aeromonas gefunden wurde. Betroffen sind zahlreiche Handels­marken von Discountern und Supermarkt­ketten wie Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und Real. test.de sagt, welche Produkte genau betroffen sind.

  29. Wer bekommt eigentlich das Kinder­geld, wenn der Nach­wuchs gar nicht mehr zu Hause bei seinen Eltern lebt? Ist das Kind ausgezogen und lebt es in einem eigenen Haushalt, hat der Eltern­teil Anspruch auf Kinder­geld, der dem Kind Unterhalt zahlt. Unterstützen beide Eltern­teile ihr Kind, etwa nach einer Trennung, bekommt derjenige das Kinder­geld, der die höhere Unterstüt­zung zahlt, urteilte der Bundes­finanzhof (Az. III R 45/17).

  30. Bundes­netz­agentur und Verbraucherschützer gehen gegen Mobil­funkanbieter vor: Gerichte haben entschieden, dass Telekom und Vodafone mit ihren Zero-Rating-Angeboten gegen die Netz­neutralität verstoßen. In ihrer jetzigen Form sind die sich ähnelnden Produkte nicht zulässig. In einem aktuellen Urteil haben Richter jetzt Anpassungen bei den StreamOn-Tarifen der Telekom gefordert.

  31. Kosten für Möbel und Haus­halts­artikel eines beruflich benötigten Zweit­haus­halts lassen sich grund­sätzlich voll­ständig absetzen. Das hat der Bundes­finanzhof entschieden (Az. VI R 18/17).

  32. Manche Pflanzen sind durstig, andere wasser­scheu. Mit der richtigen Hand­brause werden Garten­begeisterte allen Ansprüchen gerecht. Unsere Kollegen der schweizerischen Verbraucher­zeit­schrift K-Tipp Wohnen haben zehn Bewässerungs­pistolen für Garten­schläuche getestet. Die drei besten Modelle sind auch in Deutsch­land erhältlich.

  33. Manche Exemplare der spiegellosen Nikon-Voll­formatkameras Z6 und Z7 haben Probleme mit der Bild­stabilisierung. Darauf weist Nikon auf seiner Internetseite hin. Der Kamera-Anbieter hat fest­gestellt, „dass der in einige Kameras Z7 und Z6 einge­baute Bild­stabilisator (VR) nicht sein volles Potential entfalten kann.“ Nikon fordert Z6- und Z7-Besitzer auf zu prüfen, ob ihre Kamera möglicher­weise von diesem Fehler betroffen ist.

  34. Kosmetik­artikel wie Shampoo, Duschgel oder Zahnpasta füllen in Drogerien, Apotheken und Supermärkten lange Regale. Im vergangenen Jahr gaben Kunden für Schön­heits­pflege­mittel rund 13,8 Milliarden Euro aus. Die Stiftung Warentest wollte von ihren Lesern wissen: Worauf achten sie beim Kauf von Kosmetik­produkten? Hier fassen wir die Antworten auf unsere Fragen zusammen.

  35. Schne­cken können für großen Frust im Gemüsegarten sorgen. Wer sie mit Schne­cken­korn vertreibt oder auf entlegenen Wiesen aussetzt, entfernt mitunter aber auch eine nützliche Schnecke aus dem Beet − den Tiger­schnegel. Die bis zu 20 Zenti­meter lange Nackt­schnecke kann helfen, Salat und Kohlrabi zu retten, wenn sich gefräßige Artverwandte wie die Spanische Wegschnecke im Gemüse­beet breitmachen. Der wahr­scheinlich aus Südeuropa stammende Tiger­schnegel lässt frisches Grün in Ruhe, frisst dafür aber gern Pilze und abge­storbene Pflanzen­teile. Außerdem macht er sich bei Gelegenheit auch über andere Schne­cken her. Ihrem auffälligen Raubkatzen­muster macht der Tiger­schnegel damit alle Ehre. Die nützliche Schnecke ist nacht­aktiv.

  36. Die Finanz­aufsicht Bafin weist darauf hin, dass das Unternehmen „Dr. Fischer Consulting“ aus Berlin wahr­heits­widrig behauptet habe, von der Bafin über­prüft worden zu sein. Das Unternehmen, das auf seiner Internetseite „Top-Ertrag ohne Risiko“ bewirbt, habe außerdem keine Erlaubnis für Finanz­dienst­leistungen im Inland.

  37. Rechts­anwalt Gerhard Grüner vertrat Enkel, die erst erben sollten, wenn sie ihren Groß­vater regel­mäßig besuchten. Das Ober­landes­gericht Frank­furt hielt diese Auflage für sittenwid­rig. Im Gespräch mit test.de erklärt Grüner, wo die Testierfreiheit ihre Grenzen hat.

  38. Nach einem Unfall konnte ein Geschädigter nicht mehr in seinem Job arbeiten und erhielt eine monatliche Berufs­unfähigkeits­rente. Der Versicherer sicherte ihm schriftlich zu, die Rente unbe­fristet zu zahlen. Weniger als ein Jahr später stellte er die Zahlung mit der Begründung ein, dass ärzt­liche Gutachter den Grad der Berufs­unfähigkeit mitt­lerweile anders beur­teilen würden als bei Antrag­stellung. Eine Berufs­unfähigkeit liege nicht mehr vor. Richter am Ober­landes­gericht Celle entschieden, dass diese Begründung nicht ausreicht. Eine Leistungs­einstellung muss nach­voll­zieh­bar sein, außerdem muss der Versicherer Gutachten und ärzt­liche Bescheinigungen zugäng­lich machen. All dies lag nicht vor, deshalb muss der Versicherer weiter zahlen (Az. 8 U 139/18).

  39. Lehrer können Kosten für einen „Schulhund“ teil­weise von der Steuer absetzen, so das Finanzge­richt Düssel­dorf (Az. 1 K 2144/17 E). Die speziell ausgebildeten Hunde sollen Lehrer bei der pädagogischen Arbeit mit Kindern unterstützen. Es klagte eine Realschul­lehrerin, die ihren privat angeschafften Hund in Abstimmung mit der Schulleitung jeden Tag im Unter­richt und in Pausen einsetzt. Die Schule wirbt mit dem speziellen „Schulhund­konzept“. Die Lehrerin stritt mit dem Finanz­amt darüber, ob und in welcher Höhe insbesondere Futter- und Tier­arzt­kosten als Werbungs­kosten anzu­erkennen sind. Sie führte an: Ihr Schulhund sei ein Arbeits­mittel – so wie ein Polizei­hund. Die Richter entschieden, die Kosten seien in Höhe eines geschätzten beruflichen Anteils von 50 Prozent als Werbungs­kosten anzu­erkennen. Das Amt will diese Entscheidung nicht akzeptieren. Das letzte Wort wird nun der Bundes­finanzhof (Az. VI R 52/18) haben.

  40. Der Discounter Lidl ist mit einem Leasing­angebot ins Auto­geschäft einge­stiegen. Kunden können angeblich mit wenigen Klicks über den Lidl-Onlineshop einen Fiat 500 für eine Leasingrate ab 89 Euro im Monat leasen. Das Angebot soll bis Ende April 2019 laufen. Es gibt allerdings insgesamt nur eine begrenzte Anzahl von Fahr­zeugen. Lidl schränkt das Angebot ein mit den Worten „so lange der Vorrat reicht“. test.de hat sich das Leasing­angebot angesehen.

  41. Monats- und Jahres­fahr­karten für den öffent­lichen Nahverkehr dürfen Unternehmen jetzt komplett steuerfrei zum Gehalt an ihre Mitarbeiter weitergeben – auch zur privaten Nutzung. Arbeitnehmer müssen das Ticket weder versteuern noch Sozial­abgaben darauf zahlen. Die Steuerfreiheit gilt sowohl für die komplette Kosten­über­nahme als auch für Zuschüsse zu Fahr­karten für öffent­liche Verkehrs­mittel. Bisher mussten Arbeit­geber Zuschüsse pauschal versteuern.

  42. Versenk­bare Dunst­abzugs­hauben gleiten auf Knopf­druck aus der Koch­platte hoch und saugen Kochdämpfe ab. Im Gegen­satz zu Hauben über dem Herd sorgen sie für freie Sicht in der Küche und verhindern, dass Köche sich den Kopf stoßen, wenn sie sich über brodelnde Kochtöpfe beugen. Fünf dieser Abzugs­wände haben unsere Kollegen von der dänischen Verbraucher­zeit­schrift Taenk ins Labor geschickt. Drei davon sind auch in Deutsch­land erhältlich.

  43. Immer wieder melden sich Leser, die zu Unrecht aufgefordert werden, Riester-Förderung zurück­zuzahlen. Diesmal trifft es Sparer, die als Künstler oder Publizisten über die Künst­lersozialkasse (KSK) gesetzlich renten­versichert sind. Wir sagen, wie Sie sich die Zulage zurück­holen.

  44. Squishies sind kleine Schaum­stoff­figuren zum Spielen, die sich wie ein Anti-Stress-Ball zusammendrücken lassen. Doch wie unsere dänische Part­nerzeit­schrift Tænk berichtet, setzten in einem Test der dänischen Umwelt­schutz­behörde alle über­prüften Figuren schädliche Chemikalien frei: unter anderem Dimethylformamid (DMF), das die Leber schädigen und Augen und Atemwege reizen kann.

  45. Ein Arbeit­geber darf ein arbeits­vertraglich zugesichertes Firmen­auto nicht ohne Weiteres wieder zurück­fordern. Eine Klausel im Arbeits­vertrag, die den Chef berechtigt, die Nutzung des Dienst­autos „aufgrund der wirt­schaftlichen Entwick­lung des Unter­nehmens“ zu widerrufen, ist ohne nähere Klar­stellung unzu­lässig. Dies geht aus einem Urteil des Landes­arbeits­gerichts Nieder­sachsen hervor (Az. 13 Sa 305/17).

  46. Auf die Frage eines TV-Moderators: „Wie haben Sie Ihren Mann kennengelernt“, antwortete jüngst eine Quiz­show-Kandidatin: „Ganz klassisch, im Internet.“ 210 Millionen Euro haben Datingportale im Jahr 2017 umge­setzt. Einige Singlebörsen arbeiten mit Tricks, um Kunden ordentlich schröpfen zu können. Verbraucher müssen sich das nicht gefallen lassen.

  47. Ein Känguru als Haustier? Wer das plant, muss für eine artgerechte Haltung sorgen. Ansonsten kann das Tier dem Halter entzogen werden. So ist es der Mitarbeiterin eines Tier­parks geschehen, die ein verwaistes Jung­känguru zu sich nach Hause genommen und groß­gezogen hatte.

  48. Die Nach­frage nach Lastenrädern ist groß. Städte wie Berlin, München, Hannover, Bamberg, Limburg oder Dachau greifen Käufern finanziell unter die Arme. Doch das Budget in Berlin war nach nur einem Tag ausgeschöpft. Aus dem 200 000-Euro-Topf gab es Zuschüsse von je 33 Prozent der Kauf­summe, maximal 1 000 Euro für den Kauf eines elektrischen Lastenrads, maximal 500 Euro für ein Modell ohne Elektromotor. Lediglich Zuschüsse für Sharing-Bikes sind in der Bundes­haupt­stadt noch abruf­bar. Für Unternehmen, Kommunen oder gemeinnützige Organisationen springen der Bund, teils auch die Länder ein. Vom Bund sind bis zu 2 500 Euro möglich für Lastenräder, Anhänger oder Gespanne mit Pedelec-Antrieb.

  49. Der Auto­mobil­ver­ein Touring Club Suisse verglich Mitte Juli die europäischen Sprit­preise zur Reise­zeit. Super-Kraft­stoff ließ sich in Polen und in Tschechien am güns­tigsten tanken, Deutsch­land lag im Mittel­feld, in den Nieder­landen und in Dänemark war er am teuersten. Die Preisspanne reichte von 1,16 bis 1,77 Euro pro Liter. Der Liter Diesel kostete von 1,13 Euro in Luxemburg bis 1,54 Euro in Belgien. Günstig war Diesel auch in Polen.

  50. Der Online-Tickethändler Eventim darf für Veranstaltungs­tickets, die er dem Käufer per E-Mail zuschickt und die dieser dann selbst ausdrucken muss, keine Service­gebühr in Höhe von 2,50 Euro verlangen. Das hat der Bundes­gerichts­hof (BGH) entschieden. Die Verbraucherzentrale (VZ) Nord­rhein-West­falen hatte wegen der Gebühr geklagt. Nach ihrer Ansicht muss Eventim die zu Unrecht erhobene Entgelte an die Kunden zurück­zahlen. Für die Rück­forderung bietet die VZ einen Musterbrief an.

  51. Wer im Dunkeln an einer engen Stelle im Halte­verbot parkt, trägt Mitschuld, wenn ein anderes Auto dagegen­fährt. Kurz hinter der Engstelle an einer Verkehrs­insel war ein Auto bei Dunkelheit ungebremst gegen einen dort geparkten Pkw gestoßen. Der Pkw behinderte den fließenden Verkehr. Deshalb bekam der Besitzer 25 Prozent Mitschuld (Ober­landes­gericht Frank­furt/Main, Az. 16 U 212/17).

  52. Ab September 2018 erhöht sich die Kfz-Steuer für viele Neuwagen. Wegen des Diesel­skandals hat die EU strengere Anforderungen an die Messung von Verbrauchs- und Abgas­werten von Pkw einge­führt. Da die Tests nach dem neuen Stan­dard realitäts­näher sind, ist bei den meisten Fahr­zeugen mit einem höheren CO2-Ausstoß zu rechnen. Das wirkt sich auf die Kfz-Steuer aus, die nach dem CO2-Ausstoß berechnet wird. Ein Auto­kauf vor dem 1. September dürfte sich daher steuerlich meist lohnen.

  53. Ehegatten können den Behindertenpausch­betrag bei Einzel­ver­anlagung unter­einander aufteilen, bestätigt der Bundes­finanzhof (Az. III R 2/17).

  54. Das Verfahren zur Ermitt­lung der Grund­steuer ist verfassungs­widrig, darf aber noch bis längs­tens Ende 2024 angewendet werden. Das hat das Bundes­verfassungs­gericht entschieden (Az. 1 BvL 11/14 und andere).

  55. Kirchliche Arbeit­geber dürfen von Bewerbern nicht immer eine Religions­zugehörig­keit fordern. Das hat der Europäische Gerichts­hof entschieden. Geklagt hatte eine konfessions­lose Berliner Sozialpädagogin. Sie hatte sich bei der Diakonie beworben und war abge­lehnt worden.

  56. Ein deutscher Sicher­heits­forscher aus Essen hat eine Sicher­heits­lücke in der Dating-App „MeetMe“ gefunden. Demnach sendet die App im Hintergrund unver­schlüsselt Profil­informationen, zum Beispiel das Profilbild der Nutzer. In einem offenen WLan könnten Angreifer die Daten abgreifen und für illegale Zwecke benutzen.

  57. Die traurige Antwort ist Nein. Rücken­schmerz entsteht fast immer durch Muskel­verspannungen – und die lösen sich durch Schonung schwer, oder es kommen sogar neue hinzu. Patienten sollten versuchen, ihren normalen Aktivitäten nach­zugehen und sich zu bewegen – behut­sam. Das gilt auch vorbeugend als beste Medizin. Also: Raus aus den Federn!

  58. Zu viele überge­wichtige Kinder, Bewegungs­muffel, rauchende Schwangere – die neue Kiggs-Studie offen­bart verschiedene Probleme bei der Kinder­gesundheit in Deutsch­land. Es gibt aber auch sehr positive Entwick­lungen. So rauchen immer weniger Kinder und Jugend­liche. test.de berichtet über wichtige Ergeb­nisse und gibt Tipps für gesunde Ernährung und mehr Bewegung.

  59. Männern ab 65 Jahre zahlen die gesetzlichen Krankenkassen jetzt eine Ultra­schall-Unter­suchung zur Früh­erkennung von Bauchaorten-Aneurysmen. Die Ausbuch­tungen der Bauch­schlag­ader sind zwar selten und machen keine Beschwerden. Reißt aber die Ader, kann der Blut­verlust lebens­bedrohlich enden. Ältere Männer sind besonders gefährdet. Bei großen Aneurysmen raten Ärzte zur OP. Mehr auf Patienten-Information.de.

  60. Ist ein Chef daran schuld, dass sein Arbeitnehmer keinen Urlaub machen kann, bleiben dessen Ansprüche bestehen. Das hat der Europäische Gerichts­hof (EuGH) entschieden und damit die Rechte von Arbeitnehmern gestärkt (Az. C-214/16). Der Arbeitnehmer kann Ansprüche über­tragen und ansammeln.

  61. Die Fonds­gesell­schaft Amundi wandelt viele ihrer börsennotierten Indexfonds (ETF) von französischen in luxemburgische ETF um. Fonds­inhalt und Kosten bleiben davon unbe­rührt, aber die Maßnahme hat für Anleger steuerliche Folgen. Die Fonds­experten der Stiftung Warentest erklären, welche Regeln hierbei gelten.

  62. Für Fett­brände sind Lösch­decken kaum geeignet. Sie können den Brand sogar schlimmer machen. Das zeigt eine Unter­suchung belgischer Tester aus dem Jahr 2015. Sogar ein nasses Küchentuch bekämpft die Flammen zuver­lässiger als Lösch­decken. Nun bestätigt auch ein Praxis­test der Stiftung Warentest: Es gibt Alternativen, mit denen sich kleine Brände sicherer und effizienter bekämpfen lassen.

  63. Bei einer Insolvenz des Sparers darf dessen Riester-Vertrag nicht gepfändet werden. Das entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. IX ZR 21/17). Voraus­setzung ist, dass die einge­zahlten Beiträge tatsäch­lich staatlich gefördert wurden. Es reicht aus, wenn der Zulagen­antrag gestellt wurde und die Voraus­setzungen für eine Förderung vorliegen.

  64. Öffent­liche Schulen in Berlin dürfen keine Geschlechterquote fest­legen. Weil es mehr Bewerber als freie Plätze gab, wählte ein Gymnasium diejenigen mit den besten schu­lischen Leistungen aus. Das waren – wegen der besseren Noten – über­wiegend Mädchen. Dagegen wehrte sich ein Junge – erfolg­los.

  65. Im Dezember 1966 veröffent­lichte die Stiftung Warentest den ersten Test Wasch-Vollautomaten. Seitdem mussten sich mehr als 800 Wasch­maschinen in unseren Tests behaupten. Jetzt analysierten Ökonomen der Uni Heidel­berg mithilfe unserer Prüf­ergeb­nisse, wie sich über einen Zeitraum von 50 Jahren Wasser- und Energieverbrauch sowie die Wasch­dauer entwickelt haben. test.de-Leser finden die Test­ergeb­nisse seit 2012 im Produktfinder Waschmaschinen.

  66. Heute wurden aufgrund eines tech­nischen Fehlers an Abonnenten von test und Finanztest in größerem Umfang falsche Kündigungs­bestätigungen für ihr Zeitschriften­abo beziehungs­weise ihre Flatrate ausgesendet. Diese Mails sind gegen­stands­los. Wir bitten darum, sie nicht zu beachten und entschuldigen uns für die Aussendung. Wir arbeiten mit Hoch­druck an der Behebung des Fehlers.

  67. Es kann sich auch dann um ein illegales Auto­rennen handeln, wenn es den Teilnehmern nur ums Beschleunigen und nicht um die Höchst­geschwindig­keit gehe, entschied das Kammerge­richt Berlin (Az. 3 Ws (B) 117–118/17). Es bestätigte die gegen zwei Audi-A8-Fahrer verhängten Geldbußen.

  68. Wer als Tier­besitzer Betreuer engagiert, kann die Kosten als haus­halts­nahe Dienst­leistungen von der Steuer absetzen – so hat das oberste deutsche Finanzge­richt, der Bundes­finanzhof (BFH), bereits im Jahr 2015 geur­teilt. Doch einige Finanz­ämter stellen sich immer noch quer. test.de sagt, was Tierhalter jetzt tun können.

  69. Wer Motorrad fährt, muss einen Helm tragen, aber keine weitere Schutz­kleidung, so das Ober­landes­gericht München (Az. 10 U 4256/16). Ein Motor­radfahrer trug Turn­schuhe, als er auf einer inner­städtischen Straße mit einem Auto zusammens­tieß. Die Unfall­ursache blieb unklar. Beide Beteiligten tragen 50 Prozent der Schuld. Der Versicherer des Pkw-Fahrers argumentierte, die Fußverletzung wäre weniger heftig, wenn der Motor­radfahrer geeignete Stiefel getragen hätte. Das solle beim Schmerzens­geld berück­sichtigt werden. Die Richter schlossen sich dem nicht an. Der Mann erhält 25 000 Euro Schmerzens­geld.

  70. Die Bürger­versicherung ist Dauer­brenner im Bundes­tags­wahl­kampf. Doch nicht nur die Parteien streiten darüber. Auch Lobby­verbände mischen mit. Das ist legitim. Doch die Kassenzahn­ärzt­liche Vereinigung Baden-Württem­berg trägt den Wahl­kampf in die Zahn­arzt-Praxen und verunsichert Patienten mit nicht nach­prüf­baren Behauptungen.

  71. Den Garten voll Möhren? Wohin mit all den Zucchini und Gurken? Wer seine Gemüseernte auch im Winter noch genießen möchte, kann sie fermentieren. Fermentiertes über­rascht geschmack­lich und ist gesund. Gemüse ohne Kochen halt­bar zu machen, liegt im Trend. In Foodblogs im Internet finden sich zahlreiche Rezepte, Spitzenköche experimentieren mit Fermenten, Koch- und Volks­hoch­schulen bieten Fermentier­kurse und Work­shops an.

  72. Ein Leser fragt uns: Gilt die neue Rechen­weise der zumut­baren Belastung bei den Krank­heits­kosten erst ab 2016?

  73. Welche Erfahrungen haben Sie mit einer medizi­nischen Versorgung Im Ausland gemacht? Das möchten wir von Ihnen in unserer Umfrage erfahren, die wir zusammen mit der europäischen Verbraucher­vertretung in der Normung (ANEC) durch­führen. Ziel der Umfrage ist es, Erfahrungen und Meinungen von vielen Europäischen Bürgern zu sammeln und mit diesem Wissen den Stan­dard der medizi­nischen Versorgung für ausländische Patienten zu verbessern.

  74. Die Stiftung Warentest hat am 26. Juli 2017 einen Test von Fahrradschlössern veröffent­licht. Manche Schlösser fielen durch. Entweder, weil sie nicht ausreichend Schutz bieten. Oder weil sie mit Schad­stoffen belastet sind. Der Anbieter Decathlon hat auf unseren Test prompt reagiert. Er nimmt ein mit Schad­stoffen belastetes Ketten­schloss vom Markt.

  75. Kaffee aus Voll­automaten enthält häufig Keime, berichtet eine Arbeits­gruppe von Professor Dirk Bock­mühl an der Hoch­schule Rhein-Waal. Die Keime stammen vor allem aus dem Wasser­tank, aber auch der Kaffee­satz­behälter ist häufig befallen. Gefähr­lich sind die gefundenen Darm-, Haut- und Umwelt­keime für gesunde Menschen nicht. Dennoch raten die Mikrobiologen, den Wasser­tank und Kaffee­satz­behälter regel­mäßig zu leeren und zu reinigen.

  76. Im Notfall muss es ganz schnell gehen, etwa bei einem Herz­infarkt: Der Rettungs­wagen kommt und bringt den Patienten in die nächste Klinik. Die Fahrt dorthin zahlt die gesetzliche Krankenkasse. Doch auch in weniger dramatischen Fällen über­nimmt die Kasse die Kosten. Sei Juni 2017 dürfen nun auch Psycho­therapeuten Kranken­fahrten verordnen. Wir sagen, wann die Kasse für Fahr­kosten aufkommt.

  77. Zuerst sieht man vielleicht nur bei Nacht schlechter als bisher – oder kann ohne genügend Licht nicht mehr lesen. Dann verschwimmen die Kontraste und man sieht die Welt wie durch ein Milch­glas. Wer um die 60 ist und diese Symptome über längere Zeit an sich beob­achtet, sollte zum Arzt gehen. Sie können Anzeichen für grauen Star sein, auch Katarakt genannt: eine Trübung der Augen­linse, die eigentlich klar und durch­sichtig ist. Grauer Star ist in der Regel eine Alters­erscheinung, im Extremfall droht Blindheit. Medikamente können hier nichts ausrichten. Helfen kann aber eine Operation, bei der eine Kunst­linse einge­pflanzt wird.

  78. Ein Vermieter darf nicht die Fliesen der Terrasse gegen einen Holz­boden austauschen. Auch wenn das eine Wert­verbesserung darstellt, muss der Mieter eine so starke Veränderung des ursprüng­lich vereinbarten Zustands nicht hinnehmen (Land­gericht Berlin, Az. 65 S 315/15).

  79. Wer in arabischen Imbissen Falafel und Hummus isst, kennt sie als Beilage: gestiftelte, rosa gefärbte Rüben. Arabische Lebens­mittel­läden verkaufen das Gemüse auch in Gläsern. Über­wachungs­ämter in mehreren Bundes­ländern haben darin kürzlich den Farb­stoff Rhodamin B nachgewiesen. Er ist von der Europäischen Behörde für Lebens­mittel­sicherheit Efsa als potenziell krebs­er­regend sowie erbgutver­ändernd einge­stuft und in der EU nicht für Lebens­mittel zugelassen. Aufgefallen waren die als „Pickled Turnips“ bezeichneten Rüben durch ihre intensiv leuchtende Rosafärbung. In weiteren Proben mit unauffäl­ligerer Farbe fand das Chemische und Veterinär­unter­suchungs­amt Stutt­gart einen anderen kritischen Farb­stoff: Azorubin (E 122). Dieser ist zwar für Lebens­mittel zugelassen, nicht aber für Gemüse­erzeug­nisse.

  80. Der Bundes­tag hat ein neues Bauvertrags­recht beschlossen. Das neue Recht gilt ab 2018. Die Reform bringt vor allem privaten Bauherren Vorteile, die schlüssel­fertig bauen. Sie haben nun Anspruch auf eine präzise Baubeschreibung. Außerdem muss die Baufirma wichtige Planungs­unterlagen künftig bereits vor Baubeginn heraus­geben.

  81. Der Bundes­finanzhof muss klären, ob der Heimatflughafen für einen Piloten die erste Tätig­keits­stätte ist. Ist das der Fall, kann er nicht die tatsäch­lichen Fahrt­kosten zwischen Wohnung und Flughafen als Werbungs­kosten absetzen, sondern nur Fahrt­kosten in Höhe der Entfernungs­pauschale (Kilo­meter × 0,30 Euro). Das Finanzge­richt beruft sich auf den Arbeits­vertrag, nach dem die Arbeit­geberin den Piloten an anderen Orten einsetzen kann. Gegen die ungüns­tige Regelung hat der Pilot Revision einge­legt (BFH, Az. VI R 40/16).

  82. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat die Tree Value Forestry GmbH aus Ober­ursel wegen irreführender Werbung für ein Investment in Mahagonibäume abge­mahnt. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, Aussagen wie „Edel­holz, eine nach­haltige und sichere Sach­wert­anlage“ nicht mehr zu verwenden, ohne deutlich auf die Risiken hinzuweisen. Die Risiken kamen den Verbraucherschützern in den Informationen des Anbieters zu kurz. test.de informiert.

  83. Die Telekom erhöht die Tarife für reine Telefon­anschlüsse ab 1. Mai 2017 um 1 Euro monatlich. Betroffen sind etwa zwei Millionen Kunden, deren Fest­netz­anschlüsse seit 2008 geschaltet oder deren Tarife seitdem geändert wurden. Die Grund­kosten für den güns­tigsten Tarif werden künftig 20,95 Euro betragen. Binnen sechs Wochen nach Erhalt eines Informations­schreibens haben Telekom-Kunden das Recht auf eine außer­ordentliche Kündigung zum 30. April 2017.

  84. Ein Leser fragt: Ich wohne im zweiten Stock. Der Aufzug ist defekt. Wie viel weniger Miete muss ich nun zahlen?

  85. In allen 1 860 deutschen Filialen des Lebens­mittel­discounters Aldi Süd können Kunden jetzt kostenlos Bargeld an der Kasse abheben. Vor dem Bezahlen nennen sie den gewünschten Betrag und auto­risieren den Vorgang wie gewohnt mit der Pin ihrer Girocard. Voraus­setzung ist, dass der Wert des Einkaufs mindestens 20 Euro beträgt. Pro Einkauf gibt es maximal 200 Euro zusätzlich zum Einkaufs­betrag. Aldi Süd akzeptiert für die Bargeld­auszahlung die Girocards aller Banken. Kreditkarten sind von der Bargeld­auszahlung ausgenommen.

  86. Skihand­schuhe sind für Skifahrer ein Muss: Sie schützen nicht nur vor Kälte. Gute Hand­schuhe verhindern auch Schnitt­verletzungen an den messerscharfen Stahlkanten der Ski und Quetschungen, wenn beide Bretter in einer Hand getragen werden. Welche Skihand­schuhe das alles am besten leisten, haben unsere schwe­dischen Partner von Råd & Rön getestet. Die beiden Testsieger sind auch in Deutsch­land erhältlich.

  87. Wolfs­barsche, die bis zu 50 Prozent eiweiß­reiche Lupinen ins Futter bekommen, entwickeln sich ebenso gut wie mit Fisch­mehl gefütterte Artgenossen. Das zeigt ein Forschungs­projekt der Bundes­anstalt für Land­wirt­schaft und Ernährung zu Eiweiß­pflanzen. Die heimische Pflanze sei eine nach­haltige Alternative zum über­wiegend aus Fischen hergestellten Fisch­mehl.

  88. Das Unternehmen Inter-Union Technohandel hat einen Sicher­heits­hinweis für seinen Rauchwarnmelder Unitec EIM-202 veröffent­licht: Das Warn­signal sei bei manchen der produzierten Melder etwas zu leise. Von dem betroffenen Modell wurden bis heute rund zwei Millionen Exemplare verkauft. Das Unternehmen bietet Kunden vorsorglich einen kostenlosen Austausch an.

  89. Betreiber von Dating-Portalen müssen vor Vertrags­schluss eindeutig über die Bedingungen informieren, unter denen sich eine kosten­pflichtige Mitgliedschaft verlängert. So entschied das Land­gericht Berlin nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundes­verbands gegen die Firma Ideo Labs. Sie betreibt in Deutsch­land und Österreich die Portale Dateformore und Daily-date.

  90. Der Bundes­gerichts­hof hat entschieden: Wer nicht in den Beruf zurück kann und sein Kind zu Hause versorgen muss, weil die Stadt keine Kitaplätze frei hat, kann den entgangenen Verdienst geltend machen. Tatsäch­lich ist es mit dem seit 1. August 2013 geltenden Rechts­anspruch auf einen Kita­platz nicht immer weit her. Hier lesen Sie die Hintergründe, wichtige Tipps für Familien – und ein Porträt einer der Mütter, die jetzt vor dem BGH erfolg­reich waren.

  91. Welt­weit anlegen ohne umstrittene Waffen – das geht. Seit Kurzem können Anleger in Deutsch­land börsen­gehandelte Fonds (ETF) von BNP Paribas kaufen, die Hersteller umstrittener Waffen ausschließen. Das Angebot umfasst nicht nur den beliebten MSCI World Index, sondern auch europäische Märkte sowie Schwellenländer. test.de informiert.

  92. Vor allem bei kleinen Kindern sind Durch­fall und Erbrechen im Herbst und Winter keine Seltenheit. Meist sind harmlose Infektionen die Ursache dafür. Damit die jungen Patienten rasch wieder auf die Beine kommen, sollten sie viel trinken und so den Verlust von Flüssig­keit und Mineralsalzen ausgleichen. Eine aktuelle Studie zeigt: Bei leichtem Krank­heits­verlauf kann auch eine Mischung aus Apfelsaft und stillem Wasser vor Austrock­nung schützen.

  93. Vor einem neuen Trick, Wohnungs­suchende abzu­zocken, warnt die Polizei in München. Die Masche der Betrüger: Sie mieten eine Ferien­wohnung an, die sie dann annoncieren. Interes­senten sollen erst die Kaution und eine Ablöse für die Einbauküche zahlen, bevor sie den Miet­vertrag unter­schreiben.

  94. Die Behörde darf einen an der Straße geparkten Anhänger ohne Kfz-Kenn­zeichen abschleppen lassen (Verwaltungs­gericht Ansbach, Az. AN 10 K 15.00699).

  95. Nach Shanghai öffnet jetzt auch die Börse im südchinesischen Shenzhen ihre Tore für Anleger aus dem Ausland. Bisher ist der Handel dort Chinesen vorbehalten.

  96. Island, Dänemark und Österreich sind laut Global Peace Index 2016 die sichersten Reiseländer der Welt. Er wird jähr­lich vom Institute for Economics and Peace erstellt. Deutsch­land liegt auf Rang 16. Spanien, beliebtestes Auslands­reiseziel der Deutschen, steht auf Platz 25, Italien auf Position 39. Am unsichersten: Syrien, Südsudan, Irak.

  97. Kanalbauer, die ober­irdisch arbeiten, Stein­brecher, Dach- und Fassadenbauer haben ein besonders hohes Risiko, an hellem Haut­krebs zu erkranken. Das ergab eine Studie der Deutschen Gesetzlichen Unfall­versicherung, bei der 600 Probanden Mess­geräte für UV-Strahlung trugen. Diese Berufs­gruppen brauchten Schutz wie Sonnensegel, bedeckende Kleidung und Sonnen­creme.

  98. Ab August 2016 gilt eine Gesetzes­änderung, die klar­stellt: Internetanbieter dürfen ihren Kunden nicht vorschreiben, welche „Tele­kommunikations­end­einrichtung“ sie nutzen. Meist ist dabei von „Routerfreiheit“ oder vom „Ende des Router­zwangs“ die Rede. Dabei geht es eigentlich nicht um Router, sondern um das Modem. test.de erklärt die Hintergründe und sagt, was sich für wen ändert.

  99. Viele Smartphones machen tolle Fotos, belegen aber unnötig viel Speicher­platz. Wer die Auflösung zum Speichern reduziert, spart Speicher­platz und beschleunigt die Über­tragung der Daten. test.de sagt, worauf es ankommt und wie Sie auch ohne hohe Auflösung hervorragende Bilder machen.

  100. Neue, aber schon häufig verordnete und stark beworbene Medikamente für Patienten mit Typ-2-Diabetes, umgangs­sprach­lich auch Alters­diabetes genannt, machen von sich reden: Deren Wirk­stoffe – aus der Gruppe der Gliflozine – können womöglich das Risiko für einen Herz­infarkt verringern und so das Leben verlängern. Zwei Wirk­stoffe gibt es auf dem deutschen Markt, einer davon heißt Dapagliflozin. Die Stiftung Warentest hat ihn bewertet.

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